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Wertschätzung ist Wertschöpfung

von Brigitte Stocker
Jede Organisation braucht Triebkraft für Wachstum und Wandel. Die wesentliche Aufgabe von Managern ist es, Energiepotenziale innerhalb des Unternehmens zu entdecken, zu aktivieren und sie auf die Kernaktivitäten auszurichten.

Fachkompetenz vorausgesetzt müssen Führungsverantwortliche vor allem „Menschen-Versteher“ sein. Denn die Mitarbeitenden sind der Organismus eines Unternehmens und gestalten die Wertschöpfung. Nach einer internationalen Studie schöpft ein Durchschnittsunternehmen sein Wertschöpfungs- und Energiepotenzial zu 64% aus – der Benchmark liegt bei 82%!

Heute weiß man, dass eine wertschätzende Begegnung zwischen Arzt und Patient kein Zuckerpillen- oder Placebo-Effekt ist, sondern mit 25 % wesentlich die Selbstheilungskräfte des Patienten weckt (DIE ZEIT, „Apotheke im Kopf“, Nr.32, 2006, S.27). Wir sprechen also über zentrale Kostenfaktoren im übertechnisierten Gesundheitssystem. Ebenso kann ein Unternehmen die Wertschöpfung steigern, wenn es führungsstrategisch eine Kultur der Wertschätzung entwickelt und fördert.

Das Verhalten von Menschen wird nur zu zehn Prozent durch Vernunft (also kopfgesteuert), aber zu 90 Prozent durch Gefühle, Stimmungen und unbewusste Impulse (also bauchgesteuert) beeinflusst. Leistungsmesser gibt es in jedem Unternehmen, sogenannte KPI’s (Key Performance Indicators). Wenn nun in unseren Märkten und Umwelten Veränderungen und Anforderungen rasant zunehmen, sind KPS’s (Key Performance Syntegrators) gefordert, die messen und darstellen, wie Integration und Synchronisation von Energien entstehen.

Weil jedes Unternehmen unverwechselbare organische Dimensionen hat, kann man kein 08-15 Rezept mehr erstellen. Erfasst werden müssen die ganz eigenen Merkmale und Kulturen in Unternehmen. Gleichzeitig gibt es einige Dimensionen, die weltweit gelten wie DAN Strukturen (und gleichzeitig wie Hautfarben schwarz-gelb-weiß im Kontext von Kulturen ihre eigene Prägung entwickelt haben).

Als KPS gelten, z.B.:
  • Integrität (Menschen in Unternehmen haben ein unverwechselbares Gespür, ob Manager das tun, was sie sagen – „walk the talk“);
  • Kooperation (gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit sorgt für Synergien und stärkt physisch das Immunsystem der Beteiligten);
  • Ergebnisorientierung (das menschliche Gehirn sucht nach Sinnstrukturen und Erfolgserlebnissen – Erfolge müssen also authentisch gefeiert werden, s. Transformationsmodell Wave of Change®)

Bei allen Spekulationen, ob wie und wann unsere Finanzkrise zu Ende sein wird, die Welten ändern sich jetzt. Aus unserem westlichen „sozialisierten Individualismus“ führen Wege in Verantwortungsgemeinschaften und Leistungsteams, die es strategisch zu entwickeln gilt. Der Türgriff in diese nicht neue, aber noch unbelichtete Zukunft heißt: Wertschätzung schafft Rendite.

Autoren: Dr. Reiner Blank und Mag. Brigitte Stocker, Future Systems Consulting GmbH, Hamburg

Autorin




Brigitte Stocker
Schwerpunkte:
  • Personalorganisation

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