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Gerhard Kreile
Die Zuckerkrankheit (lat.: Diabetes mellitus = honigsüßer Durchfluss) ist eine chronische Erkrankung und macht sich durch erhöhte Blutzuckerwerte bemerkbar.
Die weltweit höchste Rate an Diabetes mellitus wurde bei den Pima, einem Indianervolk im südlichen Arizona, registriert: Die Hälfte aller über 35jährigen und rund 70 Prozent aller über 55jährigen leiden an der Zuckerkrankheit. Noch zu Beginn dieses Jahrhunderts hatte dort kaum eine Person Gewichtsprobleme und der Diabetes mellitus war unbekannt.
Normalerweise liegt der Blutzuckerwert nüchtern zwischen 80 und 126mg/dl (= 4,4 bis 6,9 mmol) und zwei Stunden nach einer Mahlzeit nicht über 160 bis 180mg/dl (= 8,8 bis 9,9 mmol). Ohne Behandlung kann ein Diabetiker seinen Blutzucker nicht in diesem Bereich halten. Wenn der Blutzucker über 180 mg/dl (= 10,0 mmol) steigt, kommt es bei den meisten Diabetikern zu einer Ausscheidung von Zucker im Urin. Die Niere schafft es dann nicht mehr, den Urin zuckerfrei zu halten.
Es gibt Diabetiker, bei denen der erhöhte Blutzucker rein zufällig festgestellt wurde. Unerkannt und unbehandelt ruft er eine lebensbedrohliche Situationen und Folgeerkrankungen hervor, die z.B. zu Arterienveränderungen, Extremitätenamputation oder sogar bis zum Tode führen können. Es sterben heute noch mehr Menschen am Diabetes mellitus, als an Lungenkrebs, Leberzirrhose oder an Autounfällen.
Die Versorgung eines Diabeteskranken beschränkt sich nicht nur in der Gabe von Medikamenten, und in einer Diabetesdiät. Es gehören vielmehr grundlegende pflegerische Prinzipien dazu, an die gedacht werden muss, um umfassend einen Diabeteskranken beraten, betreuen und pflegen zu können.