Zielgruppe: Alle Mitarbeiter(innen) in der Pflege
"Jeder dekubitusgefährdete Patient erhält eine Prophylaxe, die die Entstehung eines Dekubitus verhindert." (Aussage im Expertenstandard des DNQP).
Ein Dekubitus gehört zu den gravierenden Gesundheitsrisiken hilfe- und pflegebedürftiger Menschen. Angesichts des vorhandenen Wissens über die weitgehenden Möglichkeiten zur Verhinderung eines Dekubitus ist die Reduzierung auf ein Minimum anzustreben.
Von herausragender Bedeutung ist, dass das Pflegefachpersonal systematische Risikoeinschätzung, Beratung von Betroffenen, Bewegungsförderung, Druckreduzierung und die Kontinuität prophylaktischer Maßnahmen gewährleistet.
Inhalt:Theoretischer Teil:
Unter Einbeziehung des „Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege“:
- Definition
- Entstehungsablauf eines Dekubitus
- Dekubituslokalisationen
- Ursachen und Risikofaktoren
- Gefährdete Personen
- Prophylaktische Maßnahmen
- Auswirkungen eines Dekubitus
- Braden-, Norton-, Waterlow-, Medley-Skala (je nach Einrichtung)
- Einsatz verschiedener Lagerungsmaterialien
- Rechtliche Aspekte
Praktischer Teil: Lagerungen und Lagerungshilfsmittel
Ziel:Die Teilnehmer(innen) verfügen über aktuelles Wissen zur Dekubitusentstehung und können anhand der in der Einrichtung eingesetzten Skala eine systematische Beurteilung des Dekubitusrisikos vornehmen. Sie haben Kenntnisse über haut- und gewebeschonende Lagerungstechniken und über ergänzende Maßnahmen zur Dekubitusprophylaxe.
Benötigte Materialien: 1 Pflegebett mit Matratze und mehreren qualitativ unterschiedlichen Kissen
Seminardauer: 1 x 8 oder 2 x 4 Seminarstunden (à 45 Minuten)