Mit dem Lebensalter nimmt das Risiko von einer Harninkontinenz betroffen zu werden stetig zu. Während der Anteil Inkontinenter in der Altersgruppe der 50 - 60jährigen nur ca. 3% beträgt, steigt die Rate der unter Harninkontinenz leidenden bei den über 80jährigen auf über 30%. Frauen sind hierbei wesentlich häufiger betroffen als Männer.
Weil die Blasenschwäche ein vielschichtiges Problem darstellt, wird von den Pflegenden ein großes Maß an Einfühlungsvermögen, Geduld, Engagement und Fachkenntnis im Umgang mit dem Patienten gefordert, um so der Inkontinenz vorzubeugen oder sie zu therapieren. Um eine effektive Prophylaxe, aber auch eine fachlich und sachlich qualitativ gute Versorgung durchführen zu können, ist es notwendig, sich über die Lebenssituation der Menschen, die an einer Inkontinenz leiden oder sie bekommen könnten, und über die Erscheinungsbilder der „Inkontinenzformen“ Gedanken zu machen.
Durch das überproportionale Anwachsen der Bevölkerung mit alten Menschen gewinnt das Problem der Blasenschwäche bzw. der Inkontinenz also immer größere Beachtung:
- Etwa 50% der Pflegebedürftigen von Altenheimen haben eine Blasenschwäche.
- Weit über 50% der Pflegebedürftigen von Pflegeheimen haben die Fähigkeit verloren, ihre Blasen- und / oder Darmfunktion zu kontrollieren. Etwa 4,8 Millionen Bundesbürger leiden unter den verschiedensten Formen von leichtem Harntröpfeln bis hin zum unkontrollierten Harnabgang, dies entspricht über 5% der Bevölkerung.
- Über 2 Milliarden DM wurden 1990 für Inkontinenzprodukte ausgegeben.
Englische Studien haben ergeben, dass inkontinente Personen eine höhere Sterblichkeit aufweisen, dies nimmt mit dem Schweregrad der Inkontinenz zu.
Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass Harninkontinenz eine normale Konsequenz des Alterns sei und deshalb tatenlos hingenommen werden müsse, ist auch im Alter eine erfolgreiche Behandlung möglich.
Eine nicht oder schlecht versorgte Inkontinenz stellt für die Betroffenen eine schwere Beeinträchtigung ihres Wohlbefindens, und gleichzeitig auch eine gesundheitliche Gefährdung dar.
Gerade weil die Blasenschwäche ein so vielschichtiges Problem darstellt, wird von den Pflegenden ein großes Maß an Einfühlungsvermögen, Geduld, Engagement und Fachkenntnis im Umgang mit dem Patienten gefordert, um so der Inkontinenz vorzubeugen oder sie zu therapieren.
Um eine effektive Prophylaxe, aber auch eine fachlich und sachlich qualitativ gute Versorgung durchführen zu können, ist es notwendig, sich über die Lebenssituation der Menschen, die an einer Inkontinenz leiden oder sie bekommen könnten, und über die Erscheinungsbilder der „Inkontinenzformen“ Gedanken zu machen.