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Tsb 04 - Sterbebegleitung unter Berücksichtigung der verschiedenen Religionen

Zielgruppe: Alle Mitarbeiter(innen) in der Pflege, die mit Sterbenden und / oder Verstorbenen konfrontiert werden


Unsere naturwissenschaftlich geprägte Welt ist letztlich nicht in der Lage, auf zwei zentrale Fragen eine Antwort zu geben: Wo kommen wir Menschen her und wo gehen wir Menschen hin?
Alle großen Kulturen und Religionen der Welt haben ihre eigenen Erklärungsmuster zu den letzten großen Fragen entwickelt, um diesem Mysterium begegnen zu können. Es steht außer Frage, dass sich angesichts des Sterbens und der Trauer diese Fragen als zentrales Thema stellen. Eine fehlende Antwort wird unweigerlich zu unendlichen Zweifeln führen – bei allen Beteiligten.
Auch in der Begleitung von Sterbenden wird diese Frage zum Mittelpunkt. Die Ungewissheit der Zukunft ist es, die Sterbende an einem friedlichen Abschied hindert und die es Trauernden unmöglich macht, den Weg in die ungewisse und düstere Zukunft der Gemeinschaft der Lebenden zu finden. Um Sterbenden mit ihren Fragen und Zweifeln ebenso gerecht zu werden, wie den Trauernden Trost im Abschied geben zu können, sind die Religionen und ihre unterschiedlichen wie auch übereinstimmenden Vorstellungen damit grundlegend. Erst das eigene Wissen um diese Auffassungen bietet daher allen, die mit Sterbenden und Trauernden in Kontakt kommen, die Möglichkeit, ein Weiterdenken zu ermöglichen.

Ein persönliches, konfessionell überreligiös angesiedeltes Weltbild ist grundsätzlich notwendig, um einen Beruf in der Heilkunde dauerhaft ausüben zu können. Die Ohnmacht angesichts des Sterbens fordert von allen medizinisch Ausgebildeten, neue Hoffnungen zu schöpfen. Damit ist es ein wichtiger psychohygienischer Aspekt, die konkrete Vorstellung einer möglichen Weiterexistenz nach dem Tode zu entwickeln, um eigene Zweifel und Unsicherheiten in Zuversicht zu wandeln.

Inhalt:
Glaubens- und Jenseitsvorstellungen und daraus entstehende Sterbe- und Trauerbegleitung: Grundlage für die heutigen Jenseitsvorstellungen im christlich geprägten Europa sind die vorausgegangenen Religionen (heutige Mythologien), die ihre faktische Bedeutung weitgehend verloren haben.

Vorstellungen in den Mythologien:
  • Altes Ägypten
  • Griechenland
  • Keltisch-Germanische Mythologie
  • Naturreligionen
Vorstellungen in den großen Weltreligionen:
  • Der Hinduismus
  • Der Buddhismus
  • Das Judentum
  • Das Christentum
  • Der Islam

Jede Mythologie / Religion wird unter folgenden Aspekten dargestellt und einer gemeinsamen und undogmatischen Betrachtung unterzogen. Eine überkonfessionelle und unabhängige Betrachtungsweise ist angestrebt:
  • Geschichtlicher Hintergrund
  • Grundaussagen
  • Glaubenssätze
  • Symbole und Feiertage
  • Vorschriften
  • Jenseitsvorstellungen
  • Sterbebegleitung
  • Bestattungsriten
  • Regeln für Trauernde

Seminardauer: 2 x 8 Seminarstunden (à 45 Minuten)



Die Experten


Claudia Cardinal
  • Pflege für die Pflege
  • Trauer- und Sterbebegleitung
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Heike Vetter
  • Psychologie
  • Tod und Trauer
  • Trauer- und Sterbebegleitung
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