Zielgruppe: Alle Mitarbeiter(innen) in der Pflege, die mit Sterbenden und / oder Verstorbenen konfrontiert werden
Sterben und Trauer sind die großen Tabus unserer heutigen Gesellschaft. Angesichts des Unfassbaren stehen wir alle schweigend davor, wenn Sterben stattfindet. Sterben ist dabei – das wissen wir alle – genauso natürlich, wie geboren werden.
80% der Menschen sterben heute in stationären Einrichtungen. Pflegende geraten dabei in die besondere Situation, dass von ihnen erwartet wird, allen Beteiligten innerhalb eines Sterbeprozesses (den Sterbenden, wie auch ihnen Nahestehenden) eine mitfühlende Unterstützung anbieten zu können. Doch darauf sind Pflegende in medizinischen Ausbildungen nicht ausreichend vorbereitet, zumal alle, die dem Mysterium Tod begegnen, sich ihrer eigenen Endlichkeit stellen müssen.
Inhalt:
- Die eigene Hemmschwelle angesichts des Sterbens (Psychohygiene)
- Die Würde des Menschen und deren Folgerungen
- Möglichkeiten der Gestaltung des Abschieds (Rituale)
- Die Sterbephasen nach Elisabeth Kübler Ross
- Trauerphasen nach Claudia Cardinal
- Die Kommunikation (Grundlagen)
- Umgang mit Angehörigen
Ziel:Ziel des Seminars ist es, eigene Hemmungen mit dem Thema Abschied abzubauen und Möglichkeiten, Handlungsfähigkeiten und Ansätze zu entwickeln, Sterbende und ihre Angehörigen zu begleiten. Ein kritischer Umgang mit bestehenden Strukturen ist erwünscht.
Seminardauer: 3 x 8 Seminarstunden (à 45 Minuten)