22.07.2010
Die DAK kann Statistiken des Gesundheitsministeriums und entsprechende Zeitungs-Meldungen nicht bestätigen, wonach der Krankenstand im ersten Halbjahr 2010 gestiegen ist. So sank der Krankenstand der DAK-Versicherten in den ersten sechs Monaten auf 3,3 Prozent. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag er noch bei 3,5 Prozent. Durchschnittlich fehlte ein Beschäftigter 5,9 Tage (2009: 6,4 Tage). Insbesondere Atemwegserkrankungen nahmen ab: Von Januar bis Juni blieben 100 Versicherte durchschnittlich 100 Tage wegen Erkältung & Co. zuhause. Ein Jahr zuvor waren es mit 133 Ausfalltagen noch wesentlich mehr. Psychische Erkrankungen legten demgegenüber mit 68 Tagen pro 100 Versicherte weiter zu (Vorjahr 64 Tage).
Auch wenn der Krankenstand im ersten Halbjahr 2010 eine positive Entwicklung zeigt, lässt dies noch keine Prognose für das gesamte Jahr zu. Nasskaltes Wetter im Herbst oder Grippewellen können den Krankenstand noch deutlich verändern. Die DAK hat eine vollständige Analyse aller Krankmeldungen von 2,6 Millionen erwerbstätigen Versicherten im ersten halben Jahr vorgenommen. Demgegenüber hatte das Bundesgesundheitsministerium kürzlich aufgrund einer einfachen Stichtagserhebung einen steigenden Krankenstand für das erste Halbjahr 2010 ermittelt.
Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems lagen mit einem Anteil von 21,3 Prozent am Krankenstand an erster Stelle. Es folgen Atemwegserkrankungen mit 16,8 und Verletzungen mit 14,4 Prozent. An vierter Stelle liegen die psychischen Krankheiten. Sie haben im ersten Halbjahr 2010 einen Anteil von 11,4 Prozent am gesamten Krankenstand (2009: 10,1 Prozent).
Auch 2010 bestanden Unterschiede zwischen den Bundesländern: In den westlichen Bundesländern (mit Berlin) beträgt der Krankenstand durchschnittlich 3,1 Prozent (2009: 3,3 Prozent). Im Osten lag er bei 4,2 Prozent (2009: 4,4 Prozent).
Die DAK gehört zu den größten bundesweiten Krankenkassen mit sechs Millionen Versicherten und einem Haushaltsvolumen von 18 Milliarden Euro.
Quelle: Pressemitteilung DAK, 22.07.2010