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Leistenbruch & Co. – die operative Versorgung von Bauchwandbrüchen

20.06.2012
Siebtes Seligenstädter Gesundheitsforum

Seligenstadt, 18. Juni 2012. Das siebte Seligenstädter Gesundheitsforum informiert dieses Mal über moderne Operationsverfahren bei Bauchwandbrüchen, den sogenannten Hernien. Es findet am Mittwoch, den 27. Juni 2012, um 19.00 Uhr, im Spiegelsaal der Asklepios Klinik Seligenstadt statt und steht unter der Leitung von Dr. Heimo Weih, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie an der Asklepios Klinik Seligenstadt. Der Eintritt ist frei.

Fast 20 Prozent der Männer und rund ein Prozent der Frauen aller Altersklassen erleiden in ihrem Leben einen Leistenbruch. Er ist neben dem Nabel-, Schenkel- und Narbenbruch die häufigste Hernie. Die Leistenhernie ist mit rund 230.000 Eingriffen pro Jahr eine der am häufigsten chirurgisch behandelten Erkrankungen in Deutschland. Die Ursachen für Hernien sind vielfältig. So kann langandauernde schwere körperliche Arbeit zu Hernien führen. Aber auch eine angeborene Bauchwandschwäche oder starkes Pressen bei unter chronischer Verstopfung leidenden Patienten können Auslöser für die Entstehung von Hernien sein.

 „Ein Bruch sollte immer rechtzeitig operiert werden, um der Gefahr einer Einklemmung mit Absterben von Darmanteilen zu begegnen. Dabei verwenden wir heute in den meisten Fällen industriell gefertigte Kunststoffnetze. Damit wird die Bauchwand im Bereich der Schwachstelle verstärkt“ sagt Dr. Weih. Er erklärt in seinem Vortrag die chirurgische Behandlung von Leistenbrüchen. Oberarzt Dr. Nikolaos Chatzidimitriou referiert über die Therapie bei Nabelbrüchen und anderen Bauchwandhernien. Der leitende Oberarzt Martin Adelmann erläutert die Vorgehensweise bei der Versorgung von Narbenbrüchen.
Das Einbringen der Kunststoffnetze kann sowohl in konventioneller OP-Technik als auch mittels minimal-invasiver Verfahren („Schlüssellochtechnik“) erfolgen. Die Entscheidung,  welches Verfahren angewendet wird, ist von verschiedenen patientenspezifischen Faktoren abhängig.

Als Hernien werden Defekte der Bauchwand bezeichnet. Sie können an verschiedenen Schwachstellen des Rumpfes auftreten. Eingeweideanteile können sich durch die Bauchwand nach außen verlagern. Erkennbar wird der Bruch durch eine Vorwölbung, die vielfach als schmerzhaft empfunden wird.

Quelle: Pressemitteilung, Asklepios Kliniken GmbH, 18.06.2012