Veränderungsradar September 2017

Veränderungen

Die monatliche Datenkontrolle ambulanter und stationärer Einrichtungen zeigt auch im September starke Marktbewegungen. Hierzu zählt vor allem der starke Zuwachs an Patientenversorgungen durch ambulante Einrichtungen. Im stationären Sektor ist ein leichter Rückgang der Pflegebetten zu verzeichnen.

Im ambulanten Sektor wurde eine Steigerung von 8.004 Mehrversorgungen gezählt

Im ambulanten Bereich gab es im September insgesamt 928 Veränderungseinträge in Bezug auf die versorgten Patienten. 589 Einrichtungen konnten einen Nettozugang an Kunden verzeichnen. Insgesamt konnten 24 Pflegedienste aufgelistet werden, die ein Wachstum von über 100 Patienten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Das Patientenwachstum muss zudem im Einklang mit der Mitarbeiterakquise stehen und stellt somit eine herausragende Leistung dar.

Kundenabwanderungen hatten 339 Pflegedienste zu verzeichnen. Sehr starke Verluste wurden bei 9 Trägern gemessen, welche im Messzeitraum über 100 Patienten verloren haben. Hierzu zählen überwiegend gemeinnützige Träger, die über Teile erhebliche Patientenstämme verfügten und diese nicht halten konnten. Die meisten Veränderungseinträge von ambulanten Pflegediensten gab es in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.

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Im September konnte eine etwa gleichbleibende Bettenkapazität beobachtet werden

Im September konnten hinsichtlich der Bettenkapazität Veränderungen in 26 stationären Einrichtungen verzeichnet werden. Der Nettoabgang an Betten maß 85 weniger Pflegeplätze bundesweit. In 9 Pflegeheimen konnte ein Zuwachs an Betten im Vergleich zu 17 Einrichtungen mit Bettenrückgang beobachtet werden. Einrichtungen mit dem größten Bettenrückgang von weit über 15 Plätzen auf sind in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die meisten neuen Betten entstanden in Niedersachen, Hamburg und Bayern.

Die Preise sowohl für den eeE, die Investitionskosten und Unterkunft und Verpflegung steigend

Der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (eeE) steigt bei über rund 360 ausgewerteten Pflegeheimkosten im Durchschnitt um 2,98 Euro (im Median um 1,99). Dieser deutliche Anstieg von 15,4 Prozent lässt auf eine Vielzahl an Nachverhandlungen im Zuge der Umstellungen durch das PSGII schließen. Der Investitionskostenanteil steigt um 9,2 Prozent von 11,66 Euro auf 12,74 Euro pro Tag. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung stiegen deutlich von 25,96 auf 27,00 und somit um 4 Prozent.

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