Veränderungsradar und Löschungen Oktober 2017

Veränderungen

Die monatliche Datenkontrolle ambulanter und stationärer Einrichtungen zeigt auch im Oktober starke Marktbewegungen. Hierzu zählt vor allem der Zuwachs an Patientenversorgungen durch ambulante Einrichtungen, aber auch der Zuwachs von 154 Pflegebetten im stationären Sektor.

Im ambulanten Sektor wurde eine Steigerung von 3.091 Mehrversorgungen gezählt

Im ambulanten Bereich gab es im Oktober insgesamt 396 Veränderungseinträge in Bezug auf die versorgten Patienten. 242 Einrichtungen konnten einen Nettozugang an Kunden verzeichnen. Insgesamt konnten 13 Pflegedienste aufgelistet werden, die ein Wachstum von über 100 Patienten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Das Patientenwachstum muss zudem im Einklang mit der Mitarbeiterakquise stehen und stellt somit eine herausragende Leistung dar.

Kundenabwanderungen hatten lediglich 154 Pflegedienste zu verzeichnen. Sehr starke Verluste wurden bei 3 Trägern gemessen, welche im Messzeitraum über 100 Patienten verloren haben. Hierzu zählen mehrheitlich gemeinnützige Träger, die über Teile erhebliche Patientenstämme verfügten und diese nicht halten konnten. Die meisten Veränderungseinträge von ambulanten Pflegediensten gab es in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

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Im Oktober konnte eine Steigerung in der Bettenkapazität beobachtet werden

Im Oktober konnten hinsichtlich der Bettenkapazität Veränderungen in 38 stationären Einrichtungen verzeichnet werden. Der Nettozugang gesamt an Betten maß 154 mehr Pflegeplätze bundesweit. In 21 Pflegeheimen konnte ein Zuwachs an Betten im Vergleich zu 17 Einrichtungen mit Bettenrückgang beobachtet werden. Einrichtungen mit dem größten Bettenzuwachs von mehr als 10 Plätzen auf sind in Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein zu finden.

Die Preise sind besonders für den eeE gestiegen

Der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (eeE) steigt bei über rund 337 ausgewerteten Pflegeheimkosten im Durchschnitt um 87 Euro (im Median um 68) pro Monat. Dieser deutliche Anstieg von 16,3 Prozent lässt auf eine Vielzahl an Nachverhandlungen im Zuge der Umstellungen durch das PSGII schließen. Der Investitionskostenanteil steigt lediglich um 0,6 Prozent von 396 Euro auf 368 Euro pro Monat. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung stiegen deutlich von 722 auf 746 Euro und somit um 3,3 Prozent.

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Löschungen

Im Oktober konnten bundesweit insgesamt 44 Löschungen registriert werden. Mehr als die Hälfte davon (25) entfiel auf den ambulanten Bereich, während weitere 12 stationäre Einrichtungen sowie 7 Tagespflegeeinrichtungen geschlossen wurden.

Beurteilt man nach der Größe und Kapazität der Einrichtungen, fällt auf, dass eher kleinere Einrichtungen aus dem Markt austreten. Der Durchschnitt der Bettenzahl der gelöschten stationären Pflegeheime betrug in diesem Monat 52, was unter anderem darauf schließen lässt, dass das Betreiben von Heimen dieser Größe möglicherweise unrentabel ist. Die gelöschten ambulanten Pflegedienste versorgten durchschnittlich 60 Patienten, während die Zahl der Tagespflegeplätze der ausgetretenen Unternehmen von 15 nah an die durchschnittliche Marktkapazität herankommt.

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Regional gesehen wurden die meisten Einrichtungen in NRW (13), Bayern (10) und Baden-Württemberg (6) gelöscht. In den beiden erstgenannten Bundeländern traten je 4 stationäre Pflegeheime aus dem Markt aus. Auch die meisten Löschungen aus dem ambulanten Bereich finden sich in den drei Bundeländern wieder, gefolgt von je 3 Marktaustritten ambulanter Dienste in Hamburg und Brandenburg.


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