Bundesweite Dynamik im einrichtungseinheitlichen Eigenanteil seit Januar

Nach Einführung des einrichtungseinheitlichen Eigenanteils (EEE) in Kombination mit der Umstellung auf die neuen Pflegegrade waren sich viele Experten einig, dass es im Laufe des Jahres teils zu massiven Anpassungen des EEE kommen wird. Die Analyse der Kostensätze im Untersuchungszeitraum von Januar bis September 2017 bestätigt diese Annahme. In den ersten drei Quartalen des Jahres konnten bei bundesweit rund 2.100 Einrichtungen teils kräftige Erhöhungen des EEE festgestellt werden, wohingegen ein marginaler Anteil von rund 70 Einrichtungen Preissenkungen vorgenommen hat. Die Spanne des Eigenanteils bewegt sich mit monatlich 200 Euro in Teilen Thüringens bis 900 Euro pro Monat und Bewohner in Berlin in einem breiten Feld und unterliegt starken regionalen Schwankungen.

Noch im ersten Drittel des Jahres lag der Wert um rund 570 Euro im bundesweiten Durchschnitt. Ende des dritten Quartals 2017 konnte eine Steigerung um 13 Prozent auf rund 650 Euro festgestellt werden. Die Bundesländer mit den prozentual am stärksten gestiegenen Eigenanteilen der stationären Einrichtungen sind Schleswig-Holstein und Thüringen. Rund 42 Prozent mehr als noch zu Beginn des Jahres werden in den Häusern mit Kostensteigerungen fällig. In Baden-Württemberg wurde im Auswertungszeitraum bei 217 Einrichtungen eine Kostenanpassung vorgenommen.

Der Satz des EEE stieg im Durchschnitt um 150 Euro, was einen prozentualen Anstieg von rund 19 Prozent bedeutet. Auch in Hessen und Schleswig Holstein müssen Bewohner aktuell einen um etwa 140 Euro höheren Beitrag leisten als noch vor wenigen Monaten. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen stieg der EEE vergleichsweise moderat. In den 650 Einrichtungen mit Kostenanpassungen stieg der EEE im Mittel um 73 Euro. Auch in Brandenburg haben überproportional viele Einrichtungen (271) den Beitrag nach oben angepasst. Exklusiver Inhalt und weitere Informationen zu den EEE-Veränderungen der einzelnen Bundesländer finden Sie in unserem PM Magazin „Am Puls der Pflege“, welches am 6. Dezember 2017 erscheinen wird.

Veränderungen EEE