Veränderungsradar und Löschungen Dezember 2017

Veränderungen

Die monatliche Datenkontrolle ambulanter und stationärer Einrichtungen zeigt auch im Dezember starke Marktbewegungen. Hierzu zählt vor allem der Zuwachs an Patientenversorgungen durch ambulante Einrichtungen, aber auch der Zuwachs von 144 Pflegebetten im stationären Sektor.

Im ambulanten Sektor wurde eine Steigerung von 6.812 Mehrversorgungen gezählt

Im ambulanten Bereich gab es im Dezember als ein sehr starker Monat insgesamt 1.039 Veränderungseinträge in Bezug auf die versorgten Patienten. 651 Einrichtungen konnten einen Nettozugang an Kunden verzeichnen. Insgesamt konnten 16 Pflegedienste aufgelistet werden, die ein Wachstum von über 100 Patienten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Das Patientenwachstum muss zudem im Einklang mit der Mitarbeiterakquise stehen und stellt somit eine herausragende Leistung dar.

Kundenabwanderungen hatten lediglich 388 Pflegedienste zu verzeichnen. Sehr starke Verluste wurden bei 8 Trägern gemessen, welche im Messzeitraum über 100 Patienten verloren haben. Hierzu zählen mehrheitlich gemeinnützige Träger (vor allem Diakonie) und Sozialstationen, die über Teile erhebliche Patientenstämme verfügten und diese nicht halten konnten. Die meisten Veränderungseinträge von ambulanten Pflegediensten gab es in Bayern.

Veränderungen ambulant im Dezember 2017

Im Dezember konnte eine Steigerung in der Bettenkapazität beobachtet werden

Im Dezember konnten hinsichtlich der Bettenkapazität Veränderungen in 102 stationären Einrichtungen verzeichnet werden. Der Nettozugang gesamt an Betten maß 144 mehr Pflegeplätze bundesweit. In 75 Pflegeheimen konnte ein Zuwachs an Betten im Vergleich zu 27 Einrichtungen mit Bettenrückgang beobachtet werden. Einrichtungen mit dem größten Bettenzuwachs von mehr als 10 Plätzen auf sind vor allem in Hessen (65) zu finden.

Die Preise sind besonders für den EEE gestiegen

Der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) steigt bei rund 900 ausgewerteten Pflegeheimkosten im Durchschnitt um 71 Euro (im Median um 68) pro Monat. Dieser deutliche Anstieg von 12 Prozent lässt auf eine Vielzahl an Nachverhandlungen im Zuge der Umstellungen durch das PSGII schließen. Der Investitionskostenanteil steigt beachtlich um 4,8 Prozent von 361 Euro auf 378 Euro pro Monat. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung stiegen deutlich von 785 auf 807 Euro und somit um 2,7 Prozent.

Veränderungen stationär im Dezember 2017

Löschungen

Im Dezember konnten bundesweit insgesamt 66 Löschungen registriert werden. Etwas mehr als die Hälfte davon (42) entfiel auf den ambulanten Bereich, während weitere 13 Tagespflegeeinrichtungen und 11 Pflegeheime geschlossen wurden.

Beurteilt man nach der Größe und Kapazität der Einrichtungen, fällt auf, dass eher kleinere Einrichtungen aus dem Markt austreten. Die gelöschten ambulanten Pflegedienste versorgten durchschnittlich 83 Patienten, während die Zahl der stationären Pflegeplätze der ausgetretenen Unternehmen durchschnittlich bei nur 34 Plätzen liegt.

Löschungsradar Dezember 2017

Regional gesehen wurden die meisten Einrichtungen in NRW (21) und im Saarland (7) gelöscht.


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