Wachstumsradar September 2018

Die monatliche Datenkontrolle ambulanter und stationärer Einrichtungen zeigt auch im Wachstumsradar September starke Marktbewegungen. Hierzu zählt vor allem der starke Zuwachs an Patientenversorgungen, der 13.686 Mehrversorgungen im ambulanten Sektor beträgt.

Den größten Nettoanstieg an ambulanten Kundenversorgungen verzeichnete Nordrhein-Westfalen.

Im ambulanten Sektor wurde eine Steigerung von 13.686 Mehrversorgungen gezählt

Im ambulanten Bereich gab es im Wachstumsradar September insgesamt 1.048 Veränderungseinträge in Bezug auf die versorgten Patienten. Rund 679 Einrichtungen konnten einen Nettozugang an Kunden verzeichnen. Insgesamt konnten 37 Pflegedienste aufgelistet werden, die ein Wachstum von über 100 Patienten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Das Patientenwachstum muss zudem im Einklang mit der Mitarbeiterakquise stehen und stellt somit eine herausragende Leistung dar.
Besonders hervor stechen hierbei die Ökumenische Sozialstation Rottum-Rot-Iller e.V., die ein Wachstum von 569 Patienten verzeichnet, sowie die Caritas-Sozialstation Emsdetten-Greven (401 neue Patienten) und der Arbeiter-Samariter-Bund RV Rems-Murr (267 neue Patienten).

Der prozentuale Anstieg an versorgten Patienten im Wachstumsradar September 2018 war vor allem in Bremen sehr hoch.

Kundenabwanderungen hatten 369 Pflegedienste zu verzeichnen. Sehr starke Verluste wurden bei 14 Trägern gemessen, welche im Messzeitraum über 100 Patienten verloren haben. Hierzu zählen mehrheitlich gemeinnützige Träger, die über teils erhebliche Patientenstämme verfügten und diese nicht halten konnten. Insgesamt legten die Pflegedienste mit Kundenzugang im Schnitt um 30 Kunden zu, während die Pflegedienste mit Kundenabgang durchschnittlich 19 Patienten verloren.

Viele Veränderungen in NRW, starker prozentualer Anstieg in Bremen

Die meisten Veränderungseinträge von ambulanten Pflegediensten gab es in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Vor allem in Nordrhein-Westfalen gibt es große Veränderungen. Hier können sich 130 Pflegedienste über Kundenzugang freuen, 57 verlieren jedoch Kunden.

Bei Betrachtung der wachsenden Pflegedienste fallen Unterscheide zwischen den neuen und alten Bundesländern auf. Während in den neuen Bundesländern 60 Prozent der Pflegedienste Kundenzugang verzeichnen, liegt der Anteil in den alten Bundesländern bei 66 Prozent. Auch ist ein Unterschied zwischen privaten und gemeinnützigen Pflegediensten zu erkennen. Während 64 Prozent aller privaten Pflegedienste Kundenzuwachs verzeichnen können, liegt der Anteil bei den Gemeinnützigen sogar bei 67 Prozent.

Prozentual gerechnet verzeichnen insbesondere Bremen (2,2 Prozent), Baden-Württemberg (1,87 Prozent) und Schleswig-Holstein (1,73 Prozent) einen bemerkenswerten Anstieg. In allen drei Bundesländern wächst die Gesamtzahl der ambulant versorgten Kunden um fast zwei – oder im Fall von Bremen sogar mehr als zwei – Prozent.

Im Vergleich nahmen vor allem Pflegedienste in den alten Bundesländern neue Kunden auf - auch gemeinnützige Pflegedienste konnten ihren Kundenstamm öfter aufstocken.