Belegungsradar Oktober 2018

Im Belegungsradar Oktober 2018 weisen 451 Pflegeheime eine Änderung in der Patientenzahl im Vergleich zum Vorjahr auf. Im Schnitt sank die Belegungsquote um einen Prozentpunkt.
Insgesamt verzeichneten 212 Pflegeheime einen Anstieg von Kunden, während 239 Pflegeheime weniger Kunden als im Vorjahr beherbergen. Die meisten Änderungen verzeichnen Nordrhein-Westfalen (87) und Bayern (74). Während in Bayern etwa gleich viele Heime Kunden verlieren wie aufbauen, müssen in Nordrhein-Westfalen 48 Heime Kundenverluste hinnehmen, während zugleich in 39 Heimen neue Patienten gewonnen werden können.

Im Belegungsradar Oktober beträgt die durchschnittliche Steigerung minus einen Prozentpunkt.

Die Nachwehen der Einzelzimmerquote, die im Belegungsradar September in Nordrhein-Westfalen zu einer durchschnittlichen Steigerung um jeweils 7 Prozentpunkte geführt hat, lässt sich im Oktober nicht mehr messen. Indes stieg die Quote im Saarland, Thüringen um jeweils fünf Prozentpunkte – in Bremen sogar um 6 Prozentpunkte.

Insgesamt lässt sich in den neuen Bundesländern eine höhere, durchschnittliche Steigerung messen. Im Schnitt stieg die Belegung in den neuen Bundesländern um jeweils 0,6 Prozent, während die Steigerung in den alten Bundesländern sogar um -0,2 Prozent abnahm. Neben der geographischen Verortung scheinen laut der Analyse von pflegemarkt.com weitere Punkte die Belegungsquote zu beeinflussen. Während Heime, deren Gesamtkosten über dem Bundesmittel von 1.802,06 Euro lagen im Schnitt nur Einbußen von -0,18 Prozentpunkten hinnehmen mussten, sank die Belegungsquote bei Heimen mit niedrigeren Gesamtkosten sogar um -0,82 Prozentpunkte.

Insgesamt verloren die verzeichneten Pflegeheime im Vergleich zum Vorjahr 1.299 Kunden, konnten jedoch nur 970 neue Kunden gewinnen. Somit versorgen die Pflegeheime im Belegungsradar September zusammen 329 Kunden weniger als noch im Vorjahr.