Löschradar März 2019: Löschungen und Insolvenzen

Auch im März mussten einige Pflegeeinrichtungen und -dienste ihre Pforten schließen. Insgesamt verzeichnet der Löschradar von pflegemarkt.com 30 Löschungen und Insolvenzen im vergangenen Monat. Fast drei Viertel der Schließungen entfällt dabei auf dem ambulanten Bereich (73 Prozent) – 22 Pflegedienste haben ihren Dienst eingestellt. Zusätzlich schlossen 2 Pflegeheime und 6 Tagespflegen.

Loeschungen und Insolvenzen Betroffene Betten und Versorgungen Maerz 2019

Insgesamt gehen der deutschen Pflegelandschaft mit den Schließungen aus dem vergangenen Monat 292 Pflegebetten und 15 Tagespflegeplätze verloren. Zudem müssen sich 754 Kunden ambulanter Dienste nach einem neuen Pflegedienst umsehen. Den größten Verlust an Pflegedienstkapazitäten muss dabei Bayern hinnehmen. Hier versorgten die nunmehr geschlossenen Pflegedienste 235 Kunden. Weitaus geringere Defizite mussten Niedersachsen (214) und Berlin (91) hinnehmen. Die meisten Betten verliert indes Bayern (180). Der Verlust an Tagespflegeplätzen betrifft nur Baden-Württemberg (15).

Loeschungen und Insolvenzen Maerz 2019

Bei genauerer Betrachtung der geschlossenen und insolventen Standorte und Unternehmen fällt folgendes auf: Im Schnitt verfügten die geschlossenen Tagespflege über 8 Plätze und Durchschnittskosten in Höhe von rund 455 Euro. Die geschlossenen und insolventen Pflegeheime waren mit durchschnittlich 49 Betten vor allem kleine Pflegeheime, deren Durchschnittskosten von 1.244,07 Euro unter dem Bundesschnitt von 1.802,06 Euro lagen. Mit durchschnittlich 1,9 lag auch die MDK Note unter dem Bundesschnitt von 1,2.

Die insolventen und geschlossenen Pflegedienste wiesen indes einen MDK-Schnitt von 1,3 auf und lagen damit marginal unter dem Bundesschnitt von 1,4. Im Schnitt versorgten die Pflegedienste 39 Patienten, während der Bundesschnitt hier wesentlich höher liegt: bei 93 Patienten.

Betrachtet man alle geschlossenen und insolventen Dienstleister fällt ins Auge, dass sie im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld eher schlecht aufgestellt waren. Sowohl die Größe, als auch die Bewertung und die Kosten der Einrichtungen lagen meist unter dem Bundesschnitt. All diese Faktoren können also dazu beitragen haben, dass sich die Dienste nicht länger am Markt behaupten konnten.