Deutsche Wohnen: Konzernabschluss 2018

Die Deutsche Wohnen (Rang 1 der Top 5 Immobilieninvestoren in der Pflege 2018) hat ihren Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2018 bekannt gegeben. Neben Wohn- und Gewerbeeinheiten verfügt die Deutsche Wohnen laut eigenen Angaben auch über ein Portfolio an Pflegeimmobilien mit 12.100 Pflegeplätzen und Appartements für Betreutes Wohnen im Wert von EUR 1,3 Mrd. Im folgenden erhalten Sie einen Überblick über die spannendsten Mitteilungen aus dem aktuellen Konzernabschluss.

Laut Firmenangaben ist im vergangenen Jahr der Anteils des Segments Pflege und betreutes Wohnen stark ausgebaut worden und liegt nun bei rund 12 Prozent. Das Ziel ist dabei vor allem durch Zukäufe erreicht worden.

Kauf und Beteiligung Deutsche Wohnen Pflege und Betreutes Wohnen 2018

„Damit wir uns mit einem Kauf beschäftigen, müssen vor allem drei Parameter stimmen: die Lage in einer Metropolregion, die Architektur und Bau­substanz sowie der Betreiber. Wenn wir uns neben dem Kauf der Immobilie auch an einem Unterneh­men beteiligen, dann setzen wir auf große Partner, die schon lange auf dem Markt sind“, sagt René Nikodem, Director Asset Management bei der Deutsche Wohnen, im offiziellen Strategie-Papier. Der Strategie, sich vor allem in den wachsenden Städten und Ballungsräumen zu engagieren, folge die Deutsche Wohnen schon lange erfolgreich. Auch die Wertschätzung von architek­tonischer Qualität gehöre zum Markenkern des Konzerns. „In Bezug auf Pflege und Wohnen im Alter werden jedoch zusätzliche Parameter wichtig“, so Nikodem. „Nach Möglichkeit sollten die Häuser nicht älter als zehn Jahre und für die Pflege geplant und gebaut sein, weil sie in der Regel nur dann die Anforderungen an ein modernes und menschen­freundliches Leben im Alter erfüllen.“

Aufteilung Pflegeportfolio Deutsche Wohnen 2019

Insgesamt sei die Zahl der Pflegeplätze 2018 durch Kauf und Beteiligungen um rund 5.400 Plätze – aufgeteilt auf 37 Standorte – gewachsen. Über 80 Prozent sollen dabei in Metropolregionen liegen. Einen Schwerpunkt bildet dabei Hamburg, wo die Deutsche Wohnen 13 neue Einrichtungen durch eine Minderheitsbeteiligung mit der PFLEGEN & WOHNEN HAMBUR GmbH einging.

„Eine große Herausforderung für die Immobilienmärkte stellt zudem die demografische Entwicklung dar – die Nachfrage nach Pflegeplätzen wird auch zukünftig weiter ansteigen. Dem begegnen wir mit dem gezielten Ausbau unseres Angebots im Bereich Pflege und Betreutes Wohnen. Im Geschäftsjahr 2018 haben wir dafür unter anderem eine neu erbaute Einrichtung der KATHARINENHOF Gruppe mit knapp 90 Pflegeplätzen in Chemnitz in Betrieb genommen. Neben den von unseren Beteiligungen KATHARINENHOF und PFLEGEN UND WOHNEN HAMBURG betriebenen 37 Einrichtungen befinden sich weitere 52 im Eigentum der Deutsche Wohnen. Mit dem Zukauf von 37 Einrichtungen haben wir unser Angebot in diesem wachsenden Bereich deutlich ausgeweitet. Die Deutsche Wohnen konnte damit ihre Position als einer der größten Bestandshalter von Pflegeimmobilien in Deutschland weiter festigen und bietet nun insgesamt 12.200 Pflegeplätze an“, heißt es im Geschäftsbericht 2018.

Umsatzwachstum Deutsche Wohnen 2018

Der Ausbau des Pflegesegments spiegelt sich auch im Umsatzwachstum wider – hier bietet Pflege und Betreutes Wohnen den die stärkste Umsatzsteigerung der Deutsche Wohnen an und steigt von 48 Millionen Euro um mehr als 15 Prozent auf nunmehr 55,3 Millionen Euro.

Im Segment Pflege und Betreutes Wohnen generieren die Beteiligungen KATHARINENHOF und PFLEGEN UND WOHNEN HAMBURG internes Wachstum vor allem durch Pflegesatz- und Belegungssteigerungen im Bereich der vollstationären Pflegeeinrichtungen. Für die Bewertung der operativen Ertragskraft in der Bewirtschaftung der Pflegeimmobilien erfolgt die Steuerung des Segments zudem über das EBITDA vor Pachteinnahmen. Die Profitabilität der Pflegeimmobilien mit externen Betreibern wird vornehmlich mittels des EBITDA gesteuert. Diese Kennzahlen werden ebenfalls monatlich durch das Manage-ment analysiert.

(Quelle: Konzernabschluss Deutsche Wohnen 2018)