Die Zieglerschen – Jahresbericht 2018

Die Zieglerschen veröffentlichen ihren Jahresbericht 2018 – laut diesem waren der Fachkräftemangel und die Umsetzung sozialpolitischer Reformen im vergangenen Jahr die größten Herausforderungen.

Die Zieglerschen Jahresbericht 2018 - Kennzahlen

Mit einer Bergtour vergleichen die Zieglerschen in ihrem Jahresbericht die aktuelle Situation in der Diakonie. Die Berge heißen Fachkräftemangel, Inklusion, Pflegenotstand oder auch Landesheimbauverordnung. Vorstand Gottfried Heinzmann schreibt: „Wir haben die Bergtour gut geplant, mögliche Hindernisse antizipiert und uns sorgfältig vorbereitet. Doch nun befinden wir uns im Steilhang – gut gerüstet und abgesichert zwar, aber trotzdem nicht ohne Risiko und mit schmerzenden Gliedern, denn dieser Abschnitt kostet Kraft.“ Zugleich seien mit Themen wie der Digitalisierung oder der angekündigten Reform des SGB VIII  (Kinder- und Jugendhilfe) schon die nächsten Berge in Sichtweite. Angesichts der Themenvielfalt fordern die Zieglerschen auch Politik und Kostenträger zum Handeln auf, insbesondere beim Thema Fachkräftemangel.

Die Zieglerschen Jahresbericht 2018 - Kundenzahlen

Die Zieglerschen wachsen weiter solide

Wirtschaftlich stehen die Zieglerschen solide da: Die Kundenzahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 8 Prozent auf 7.830, die Umsatzerlöse stiegen leicht an auf 175,4 Millionen Euro. Mit 3.300 Mitarbeitenden auf 2.091 Vollkraftstellen verzeichnete das diakonische Unternehmen gegenüber 2017 ein Plus von rund 3,5 Prozent. Das reiche jedoch nicht aus, um den Personalbedarf zu decken, heißt es in dem Bericht. Den hohen Stellenwert der Altenhilfe im Leistungsportfolio der Zieglerschen wird zudem deutlich, wenn die Verteilung des Umsatzerlöses betrachtet wird: mehr als 40 Prozent des Umsatzes im Jahr 2018 stammt aus der Altenhilfe, auch die Standorte und Pflegeplätze in der Altenhilfe stellen einen Großteil des gesamten Leistungsportfolios. Dennoch neiden auch die Zieglerschen unter dem beinahe schon symptomatischen Mitarbeitermangel in der Pflege.

Die Zieglerschen Jahresbericht 2018 - Mitarbeiter

Diesem Umstand wird auch im Jahresbericht Rechnung getragen. Die Zieglerschen berichten davon, dass sich die Anlaufzeiten für neue Seniorenzentren verlängern: „Wohngruppen, für die längst Bewohnerinnen oder Bewohner gefunden wären, können nicht eröffnet werden, weil uns Personal fehlt. Damit entfallen wiederum die geplanten Einnahmen der Häuser.“ Auch in der Umsetzung von Dezentralisierungsprojekten und der Landesheimbauverordnung blieben die sozialen Träger auf Kosten sitzen, zum Beispiel für den Grunderwerb. Darum fordern die Zieglerschen in ihrem Jahresbericht zum Beispiel auch geeignete Finanzierungsprogramme für die Konversion von Komplexeinrichtungen und die Refinanzierung von bislang nicht gedeckten Dezentralisierungskosten in der Behindertenhilfe.

Die Zieglerschen Jahresbericht 2018 - Standorte

Kaufmännischer Vorstand wechselt nach Berlin

Die Zieglerschen Jahresbericht 2018 - Umsatzerloese

Herausgeber des Jahresberichts ist der Vorstand der Zieglerschen, dieses Jahr erstmals allein vertreten durch den fachlich-theologischen Vorstand Gottfried Heinzmann. Für die kaufmännische Vorstandsposition werde derzeit eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für Rolf Baumann gesucht, der vierzehn Jahre lang diese Stelle innehatte und nach insgesamt zwanzig Jahren bei den Zieglerschen zum Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) nach Berlin wechselt. Er tritt dort die Nachfolge von Thomas Eisenreich als Bereichsleiter Ökonomie und stellvertretender Geschäftsführer an, der wiederum zu HomeInstead wechselte.

(Quelle: Jahresbericht 2018 Die Zieglerschen)