Wachstumsradar Juni 2019: 9.000 Mehrversorgungen

Die monatliche Datenkontrolle ambulanter und stationärer Einrichtungen zeigt auch im Juni starke Marktbewegungen. Hierzu zählt vor allem der starke Zuwachs an Patientenversorgungen, der 9.000 Mehrversorgungen im ambulanten Sektor beträgt.

Wachstumsradar Ambulant Juni 2019

Im ambulanten Sektor wurde eine Steigerung von 9.000 Mehrversorgungen gezählt

Im ambulanten Bereich gab es im Juli insgesamt 843 Veränderungseinträge in Bezug auf die versorgten Patienten. Rund 521 Einrichtungen konnten einen Nettozugang an Kunden verzeichnen. Insgesamt konnten 18 Pflegedienste aufgelistet werden, die ein Wachstum von über 100 Patienten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Das Patientenwachstum muss zudem im Einklang mit der Mitarbeiterakquise stehen und stellt somit eine herausragende Leistung dar.
Besonders hervor stechen hierbei die MiM Betreuungsdienste Wentz GmbH & Co. KG Daniel Wentz, die ein Wachstum von 386 Patienten verzeichnet, sowie die pro vita GmbH Reinhard Schwill Ambulante Krankenpflege (349 neue Patienten).

Kundenabwanderungen hatten 322 Pflegedienste zu verzeichnen. Sehr starke Verluste wurden bei 2 Trägern gemessen, welche im Messzeitraum über 100 Patienten verloren haben. Hierzu zählen mehrheitlich gemeinnützige Träger, die über teils erhebliche Patientenstämme verfügten und diese nicht halten konnten. Insgesamt legten die Pflegedienste mit Kundenzugang im Schnitt um 29 Kunden zu, während die Pflegedienste mit Kundenabgang durchschnittlich 19 Patienten verloren.

Viele Veränderungen in Nordrhein-Westfalen, prozentualer Verlust in Hamburg

Wachstumsradar prozentual ambulant Juni 2019

Die meisten Veränderungseinträge von ambulanten Pflegediensten gab es in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen.

Vor allem in Nordrhein-Westfalen gibt es große Veränderungen. Hier können sich 137 Pflegedienste über Kundenzugang freuen, 70 verlieren jedoch Kunden.

Bei Betrachtung der wachsenden Pflegedienste fallen zum Teil starke Unterscheide zwischen den neuen und alten Bundesländern auf. So gewinnen im Osten der Republik 57 Prozent aller Pflegedienste im Wachstumsradar Juni Kunden, während im westlichen Teil des Landes 63,7 Prozent aller Pflegedienste im Radar neue Kunden gewinnen. Der Unterschied zwischen privaten und gemeinnützigen Pflegediensten ist hingegen sehr gering. Während 62 Prozent aller privaten Pflegedienste Kundenzuwachs verzeichnen können, liegt der Anteil bei den Gemeinnützigen bei 61 Prozent.

Wachstumsradar ambulant gesamt Juni 2019