Wachstumsradar August 2019: 18.916 Mehrversorgungen

Die monatliche Datenkontrolle ambulanter und stationärer Einrichtungen zeigt auch im August starke Marktbewegungen. Hierzu zählt vor allem der starke Zuwachs an Patientenversorgungen, der 18.916 Mehrversorgungen im ambulanten Sektor beträgt.

Wachstumsradar ambulant August 2019

Im ambulanten Sektor wurde eine Steigerung von 18.916 Mehrversorgungen gezählt

Im ambulanten Bereich gab es im August insgesamt 7.964 Veränderungseinträge in Bezug auf die versorgten Patienten. Rund 696 Dienste konnten einen Nettozugang an Kunden verzeichnen. Insgesamt konnten 35 Pflegedienste aufgelistet werden, die ein Wachstum von über 100 Patienten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Das Patientenwachstum muss zudem im Einklang mit der Mitarbeiterakquise stehen und stellt somit eine herausragende Leistung dar.
Besonders hervor stechen hierbei die Daheim umsorgt GmbH Amb. Pflegedienst, die ein Wachstum von 320 Patienten verzeichnet, sowie die Caritas Sozialstation St. Martin im Spessart e.V. (290 neue Patienten). Kundenabwanderungen hatten 469 Pflegedienste zu verzeichnen. Sehr starke Verluste wurden bei 12 Trägern gemessen, welche im Messzeitraum über 100 Patienten verloren haben. Hierzu zählen mehrheitlich gemeinnützige Träger, die über teils erhebliche Patientenstämme verfügten und diese nicht halten konnten. Insgesamt legten die Pflegedienste mit Kundenzugang im Schnitt um 27 Kunden zu, während die Pflegedienste mit Kundenabgang durchschnittlich 23 Patienten verloren.

Viele Veränderungen in Nordrhein-Westfalen, prozentualer Verlust in Sachsen-Anhalt

Wachsumsradar ambulant August 2019 Prozentuale Veränderung

Die meisten Veränderungseinträge von ambulanten Pflegediensten gab es in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

Vor allem in Nordrhein-Westfalen gibt es große Veränderungen. Hier können sich 140 Pflegedienste über Kundenzugang freuen, 96 verlieren jedoch Kunden.

Prozentual gerechnet verzeichnen insbesondere Sachsen-Anhalt (1,7 Prozent), Nordrhein-Westfalen (1,2 Prozent) und Bayern (1,1 Prozent) einen bemerkenswerten Anstieg.

Wachsumsradar ambulant August 2019 Uebersicht

Bei Betrachtung der wachsenden Pflegedienste fallen deutliche Unterscheide zwischen den neuen und alten Bundesländern auf. So gewinnen im Osten der Republik 64,1 Prozent aller Pflegedienste im Wachstumsradar August Kunden, während im westlichen Teil des Landes 58 Prozent aller Pflegedienste im Radar neue Kunden gewinnen. Der Unterschied zwischen privaten und gemeinnützigen Pflegediensten ist hingegen nur marginal zu erkennen. Während 61 Prozent aller privaten Pflegedienste Kundenzuwachs verzeichnen können, liegt der Anteil bei den Gemeinnützigen bei 57 Prozent.