Mehr als nur Sicherheit – Ein Vergleich zwischen aktiven und passiven Sicherheitspennadeln für die Insulininjektion

Jede Therapie, die eine Arzneimittelverabreichung mittels Injektion umfasst, sieht sich mit Problemen konfrontiert wie etwa der Sicherheit der medizinischen Fach- und Pflegekräfte, der effektiven Dosisabgabe, der Patientenerfahrung und der Patienten-Compliance. Am häufigsten begegnen wir regelmäßigen Injektionen etwa im Zusammenhang mit Erkrankungen wie Diabetes oder bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen. Dabei spielen neben Sicherheitsaspekten im klinischen Umfeld auch Humanfaktoren bei der Beurteilung der Qualität und Wirksamkeit des gesamten Injektionserlebnisses eine Rolle. Eine aktuelle Feldstudie zeigt die Herausforderungen bei der Wahl zwischen aktiven und passiven Sicherheitspennadeln, um die optimalen klinischen und therapeutischen Ziele zu erreichen.


Hinweis: Advertorial – Dieser Text stammt von Kerstin Barfknecht, Owen Mumford GmbH


Sicherheit am Arbeitsplatz und die Evaluierung von Sicherheitsprodukten

Die steigende Prävalenz von gesetzlichen Vorschriften für scharfe und spitze Instrumente, wie etwa die EU-Richtlinie 2010/32/EU und in Deutschland die TRBA 2501, verdeutlichen, wie wichtig der Schutz medizinischer Fachkräfte am Arbeitsplatz ist.2 Eine Analyse über die Ursachen von Nadelstichverletzungen in drei deutschen Gesundheitseinrichtungen sechs Monate nach Umsetzung der EU-Richtlinie 2010/32/EU ergab, dass in 48 % der Fälle Insulinpens die Ursache für Nadelstichverletzungen waren.3 Eine internationale Forschungsstudie unter medizinischen Fach- und Pflegekräften zeigte ergänzend, dass Sicherheitspennadeln in der Anwendung herkömmlichen Pennadeln vorgezogen werden.4

Sicherheit ist ein zentrales Thema, aber auch andere Humanfaktoren spielen bei der Evaluierung, welche Sicherheitspennadeln beispielsweise zur Insulininjektionen geeignet sind, eine Rolle. Die Evaluierung kann dabei eine Vielzahl von Faktoren umfassen, etwa die Benutzerfreundlichkeit und die Handhabung der Nadel, das Vertrauen in die Dosisabgabe, Schmerz und Unbehagen des Patienten usw.5 Diese Faktoren machen insgesamt die Patientenerfahrung aus, die wiederum einen signifikanten Einfluss auf wichtige klinische Ziele wie Dosisgenauigkeit und Therapietreue haben kann: „… eine schlechte Persistenz und Einhaltung der Behandlung kann auch wirtschaftliche Folgen haben, einschließlich einer erhöhten Ressourcennutzung im Gesundheitswesen und der Gesundheitskosten. Die Persistenz und Einhaltung der Behandlung werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst, darunter die Art der Verabreichung, die Häufigkeit der Verabreichung/die Komplexität des Behandlungsschemas und die Erwartungen der Patienten.“6

Feldstudie zum Vergleich zwischen passiven und aktiven Sicherheitspennadeln

Eine aktuelle, unabhängige klinische Studie7 gibt tiefere Einblicke in unterschiedliche Faktoren, die für die Auswahl einer Sicherheitspennadel wichtig sein können. Im Rahmen einer 12-monatigen Feldstudie verwendeten 49 medizinische Fachkräfte parallel zu der gewohnten passiven Sicherheitspennadel für Insulininjektionen die aktive Sicherheitspennadel Ateria® SafeControl®.  

Eine häufig benannte Sorge im Zusammenhang mit der Verwendung von passiven Sicherheitspennadeln ist die Dosissicherheit. 71 % der Teilnehmer der oben erwähnten internationalen Forschungsstudie gaben an, dass sie bereits eine vorzeitige Aktivierung der passiven Sicherheitspennadel erlebt hatten. Von diesen 71 % stimmten 69 % zu, dass sie sich nicht sicher waren, ob die volle Dosis verabreicht wurde.4 Im Rahmen der Feldstudie gaben 9 von 10 Teilnehmenden an, dass sie mit der aktiven Sicherheitspennadel die volle Medikamentendosis injizieren konnten und die volle Kontrolle über die Dosisabgabe hatten. Die Vergleichsdaten für das passive System lagen signifikant niedriger.7

Ein weiterer Punkt, der in der Studie untersucht wurde, war der Aspekt des Schulungsaufwands. Über 90 % der an der klinischen Studie teilnehmenden medizinischen Fachkräfte waren der Ansicht, dass sie die aktive Sicherheitspennadel ohne spezielle Schulung benutzen konnten, verglichen mit etwas über die Hälfte bei der passiven Variante.7

Bei der Frage der Sicherheit zeigen die Daten aus der klinischen Studie, dass 9 von 10 Befragten den passiven Sicherheitsmechanismus als sicher empfanden. Das aktive System empfanden mehr als Dreiviertel der Befragten als sicher. Hier können auch unbewusste, psychologische Faktoren hineinspielen, wie etwa die Sichtbarkeit der Nadel beim aktiven System. Sowohl aktive als auch passive Systeme dieser Studie erfüllten die gesetzlichen Anforderungen an Sicherheitsprodukte.7

Die Kombination zwischen Sicherheit und Kontrolle

Abschließend wurden die Befragten gebeten, ihre Meinung zu den beiden Systemen in Bezug auf ihre Gesamtleistung im jeweiligen therapeutischen Kontext der Studie zu äußern. Über 80 % der an der klinischen Studie teilnehmenden medizinischen Fachkräfte waren der Meinung, dass die Verwendung der aktiven Sicherheitspennadel ihnen das optimale Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Kontrolle bietet, während weniger als die Hälfte das gleiche Gefühl bei der Verwendung der passiven Sicherheitspennadel hatten.7

Zusammenfassend gilt: Jede klinische Situation ist anders und daher ist auch das optimale Gleichgewicht zwischen allen oben genannten Faktoren bei der Auswahl der geeigneten Sicherheitspennadel wichtig. Jeder dieser Faktoren hat eine unterschiedliche Bedeutung in der Matrix der Schlüsselfaktoren für das Injektionserlebnis und hinsichtlich der Therapie, abhängig beispielsweise vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten/der Patientin, z. B. Alter, Gewicht, Beeinträchtigungen der Handmotorik, geistige Verfassung etc.

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Owen Mumford hat auf die Ergebnisse der bisher durchgeführten Studien reagiert und für ein noch besseres Injektionserlebnis Ateria® SafeControl® (https://ateriasafecontrol.com/de/) nun auch in 4 mm x 32G auf den Markt gebracht.

Am 09.06.2021 findet ergänzend zu dem Thema das Webinar „Insulininjektionen mit Sicherheit und Kontrolle“ statt, das die Herausforderungen der Anwendung von Sicherheitspennadeln für Insulininjektionen diskutiert. Anmeldungen sind kostenfrei hier möglich.

Webinar mit Dr. Karl Florian Schettler am 09.Juni 2021

Erfahren Sie mehr über Ateria® SafeControl® unter www.ateriasafecontrol.com/de


Quellen

  1. www.baua.de: TRBA 250, Absatz 4.2.5
  2. Wicker S, et al (2007) Gefährdungen durch Nadelstichverletzungen. Betrachtung aus arbeitsmedizinischer und virologischer Sicht. Deutsches Ärzteblatt, Jg. 104, Heft 45, S. 3102-3107.
  3. Dulon M, et al. (2016). Causes of needlestick injuries in three healthcare settings – Analysis of accident notifications registered six months after the implementation of EU Directive 2010/32/EU in Germany. Journal of Hospital Infection. 95. 10.1016/j.jhin.2016.11.015.
  4. Project Saturn A (2017) – Online-Studie. Daten liegen vor.
  5. M.Dulon, J.Stranzinger, D.Wendeler, A.Nienhaus (2020) Causes of Needlestick and Sharps Injuries When Using Devices with and without Safety Features, International Journal of Environmental Research and Public Health
  6.   B.Guerci, N.Chanan, S.Kaur, J.G.Jasso-Mosqueda, E.Lew, (2019) Lack of Treatment Persistence and Treatment Nonadherence as Barriers to Glycaemic Control in Patients with Type 2 Diabetes, Diabetes Therapy Vol 10, pp 437–449
  7. Project Tarvos (2020) USA. Data on file

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