Löschradar November 2021: Löschungen und Insolvenzen

Auch im November mussten einige Pflegeeinrichtungen und -dienste ihre Pforten schließen. Insgesamt verzeichnet der Löschradar von pflegemarkt.com 33 Löschungen und Insolvenzen im vergangenen Monat. Diesmal entflällt mehr als die Hälfte von Schließungen dabei auf den ambulanten Bereich (58 Prozent) – 19 Pflegedienste haben ihren Dienst eingestellt. Zusätzlich schlossen 12 Pflegeheime und 2 Tagespflegen.

Insgesamt gehen der deutschen Pflegelandschaft mit den Schließungen aus dem vergangenen Monat 479 Pflegebetten verloren

Insgesamt gehen der deutschen Pflegelandschaft mit den Schließungen aus dem vergangenen Monat 479 Pflegebetten und 24 Tagespflegeplätze verloren. Zudem müssen sich 682 Kunden ambulanter Dienste nach einem neuen Pflegedienst umsehen. Den größten Verlust an Pflegedienstkapazitäten muss dabei Sachsen-Anhalt hinnehmen. Hier versorgten die nunmehr geschlossenen Pflegedienste 234 Kunden. Weitaus geringere Defizite mussten Rheinland-Pfalz (74) und Bayern (72) hinnehmen. Die meisten Betten verlieren sowohl indes Nordrhein-Westfalen (136) und Bayern (130), als auch Niedersachsen (115). Der Verlust an Tagespflegeplätzen betrifft Baden-Württemberg (12) und Thüringen (12).

Bei genauerer Betrachtung der geschlossenen und insolventen Standorte und Unternehmen fällt folgendes auf: Im Schnitt verfügten die geschlossenen Tagespflege über 12 Plätze und Durchschnittskosten in Höhe von 261,35   Euro. Die geschlossenen und insolventen Pflegeheime waren mit durchschnittlich 40 Betten vor allem Pflegeheime, deren Durchschnittskosten von 3.071,85 Euro deutlich über Bundesschnitt von 2.128,59 Euro waren. Die MDK von diesen Einrichtungen (1,3) war schlechter als der Bundesschnitt – 1,2. 

Die insolventen und geschlossenen Pflegedienste wiesen indes einen MDK-Schnitt von 1,4 auf und sind damit ebenfalls schlechter bewertet als der Bundesschnitt von 1,3. Im Schnitt versorgten die Pflegedienste 36 Patienten, während der Bundesschnitt hier wesentlich höher liegt: bei 112 Patienten.

Betrachtet man alle geschlossenen und insolventen Dienstleister fällt ins Auge, dass sie im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld eher schlecht aufgestellt waren. Anzahl von Plätzen und Patienten war sehr niedrig.  Die Kosten der Einrichtungen lagen meist unter dem Bundesschnitt. Die Bewertung von Pflegediensten war schlechter als Bundesschnitt. Alle diese Faktoren können also dazu beitragen haben, dass sich die Dienste nicht länger am Markt behaupten konnten.


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