Ein Überblick über Verbände für Pflegedienste und Pflegeheime

Letztes Update: 01.12.2022

Mehr als 34 Verbände tummeln sich im Bereich der stationären und ambulanten Pflege, einige der Größten von ihnen haben wir angeschrieben und nach der Zahl ihrer Mitglieder gefragt, so diese nicht aus offiziellen Zahlen zu entnehmen war.


Der Vorteil von Verbänden

Ein Verband für Pflegeberufe kann für seine Mitglieder viele Vorteile bieten. Zum Beispiel können sich Pflegeberufe in einem Verband zusammenschließen, um ihre gemeinsamen Interessen zu vertreten und sich gegenüber Politikern und anderen Entscheidungsträgern zu Gehör zu bringen. Ein Verband kann auch dazu beitragen, die Anerkennung und den Respekt für die Pflegeberufe zu steigern, indem er die wichtige Arbeit, die von Pflegefachkräften geleistet wird, öffentlich anerkennt und hervorhebt.
Ein weiterer Vorteil einer Verbandsmitgliedschaft ist der Zugang zu fortbildenden Angeboten und Weiterbildungsmöglichkeiten. Durch die Teilnahme an Veranstaltungen, Konferenzen und Seminaren können Pflegeberufe ihr Wissen und ihre Fähigkeiten verbessern und sich auf dem neuesten Stand der Pflege halten.
Zudem kann ein Verband für Pflegeberufe seinen Mitgliedern auch finanzielle Vorteile bieten, zum Beispiel in Form von Rabatten auf Fortbildungen oder auf bestimmte Produkte und Dienstleistungen. Auch die Möglichkeit zum Austausch von Erfahrungen und zur Unterstützung durch andere Verbandsmitglieder kann für Pflegeberufe von großem Nutzen sein.
Insgesamt bietet eine Verbandsmitgliedschaft für Pflegeberufe die Chance, sich gemeinsam mit anderen für ihre Interessen einzusetzen, ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zu verbessern und von verschiedenen Vorteilen zu profitieren.

Die größten Verbände für Pflegeberufe in Deutschland

Mit über 27.000 Mitgliedern ist der DBfK der größte Verband in der Pflege, gefolgt von dem Verband der Schwesternschaft vom DRK e.V. und dem Deutschen Hebammen Verband mit über 21.000 Mitgliedern.  Auf Rang drei folgt der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. mit mehr als 13.000 Mitgliedern. Insgesamt weisen die Verbände mehr als 100.000 Mitglieder auf.

Liste der Verbände in der Pflegebranche mit Mitgliederzahlen

Liste der Verbände in der Pflege 2023

wdt_IDName:Mitglieder:Kategorie:
1Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)27.000Mitglieder
2Verband der Schwesternschaft vom DRK e.V.21.000Mitglieder
3Deutscher HebammenVerband e.V.20.000Mitglieder
4Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)13.000Mitglieder
5Arbeitgeber- und BerufsVerband Privater Pflege e.V (ABVP)5.000Mitglieder
6Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV)5.000Mitglieder
7Katholischer Berufsverband für Pflegeberufe e.V.5.000Mitglieder
8Deutscher Berufsverband für Altenpflege e.V.2.000Mitglieder
9Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V.1.525Mitglieder
10Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V.1.500Mitglieder
Name:Mitglieder:Kategorie:

Stellungnahme bpa: Warum Verbände wichtig sind

Das gerade in der heutigen Zeit Verbände wichtig sind, erklärt Uwe Dolderer vom bpa gegenüber der Redaktion bereits im Corona-Jahr 2020:

“Gerade in Ausnahmesituationen wie der aktuellen Corona-Pandemie wird die Bedeutung von Verbänden besonders deutlich spürbar. Als bpa haben wir die teils täglich aktualisierten Richtlinien und Empfehlungen sehr schnell so aufbereitet, dass unseren Mitgliedseinrichtungen eine sofort umsetzbare Handlungs”anleitung zur Verfügung stand. Wir haben aber auch ganz praktisch und mit erheblichen Risiken behaftet geholfen bei der Bewältigung des großen Problems der fehlenden Schutzkleidung. Schneller als andere haben wir Schutzausrüstung zentral eingekauft und über 11.000 Mitgliedseinrichtungen direkt beliefert, um den bestmöglichen Schutz von Beschäftigten und Pflegebedürftigen zu gewährleisten. Wenn sich nun der erhoffte Zusammenhang zeigt zwischen der zügigen Ausstattung mit Schutzausrüstung und der begrenzten Zahl an Infektionen, war diese Aktion jeden Aufwand wert.

In allen Corona-Krisenstäben von der Bundes- bis zur lokalen Ebene hat der bpa die Interessen der Einrichtungen vor Ort vertreten, auf die Verabschiedung des Schutzschirmes hingewirkt und an seiner Ausgestaltung mitgearbeitet. Daneben haben wir uns erfolgreich für Prämien in der Altenpflege eingesetzt.

Neben der umfassenden Betreuung, Beratung und Information der Mitgliedseinrichtungen in juristischen, ökonomischen und gesundheitspolitischen Fragen brauchen die Unternehmen einen starken Verband, der ihre Interessen in die politischen Entscheidungsprozesse einfließen lässt, Strömungen aufnimmt und öffentlich thematisiert. So spüren wir eine teils kritische Haltung in der Politik, obwohl private Träger als wichtiger Teil der Daseinsvorsorge einen großen Teil der pflegerischen Grundversorgung  leisten und gegenüber anderen Trägern den höchsten Zuwachs an Beschäftigten haben. “


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