Ein Überblick über Verbände für Pflegedienste und Pflegeheime

Mehr als 34 Verbände tummeln sich im Bereich der stationären und ambulanten Pflege, einige der Größten von ihnen haben wir angeschrieben und nach der Zahl ihrer Mitglieder gefragt, so diese nicht aus offiziellen Zahlen zu entnehmen war.

Mit über 27.000 Mitgliedern ist der DBfK der größte Verband in der Pflege, gefolgt von dem Verband der Schwesternschaft vom DRK e.V. mit über 20.000 Mitgliedern.  Auf Rang drei folgt der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. mit ca. 8.500 Mitgliedern. Insgesamt weisen die Verbände mehr als 78.000 Mitglieder auf.

Liste der Verbände in der Pflegebranche mit Mitgliederzahlen

Name:Mitglieder:Kategorie:
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)20.000Mitglieder
Verband der Schwesternschaft vom DRK e.V.20.000Mitglieder
Deutscher HebammenVerband e.V.19.862Mitglieder
Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)11.000Mitglieder
Arbeitgeber- und BerufsVerband Privater Pflege e.V (ABVP)5.000Mitglieder
Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV)5.000Mitglieder
katholischer Berufsverband für Pflegeberufe e.V.5.000Mitglieder
Deutscher Berufsverband für Altenpflege e.V.2.000Mitglieder
Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V.1.500Mitglieder
Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V.1.200Einrichtungen&Dienste
Bundesverband Pflegemanagment1.000Mitglieder
Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e.V. (bad)1.000Mitglieder
Landesverband freie ambulante Krankenpflege NRW e.V. (Lfk)1.000Mitglieder
Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V.800Mitglieder
Arbeits- und Bildungsgemeinschaft Gesundheits- und Pflegekooperation Deutschland e.V.572Mitglieder
Evangelischer Fach- und Berufsverband für Pflege e.V.390Mitglieder
Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegekräfte in der Psychiatrie e.V.340Mitglieder
AnbieterVerband qualitäts-orientierter Gesundheits-pflegeeinrichtungen e.V. (AVG)100Mitglieder
Aktionsbündnis Seelische Gesundheit100Mitglieder
Arbeitgeberverband Pflege e.V.30Unternehmen
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)15Verbände
DPO Dachverband der Pflegeorganisationen Rheinland-Pfalz e.V.8Zusammenschluss
Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP)5Verbände

Das gerade in der heutigen Zeit Verbände wichtig sind, erklärt Uwe Dolderer vom bpa:

„Gerade in Ausnahmesituationen wie der aktuellen Corona-Pandemie wird die Bedeutung von Verbänden besonders deutlich spürbar. Als bpa haben wir die teils täglich aktualisierten Richtlinien und Empfehlungen sehr schnell so aufbereitet, dass unseren Mitgliedseinrichtungen eine sofort umsetzbare Handlungs“anleitung zur Verfügung stand. Wir haben aber auch ganz praktisch und mit erheblichen Risiken behaftet geholfen bei der Bewältigung des großen Problems der fehlenden Schutzkleidung. Schneller als andere haben wir Schutzausrüstung zentral eingekauft und über 11.000 Mitgliedseinrichtungen direkt beliefert, um den bestmöglichen Schutz von Beschäftigten und Pflegebedürftigen zu gewährleisten. Wenn sich nun der erhoffte Zusammenhang zeigt zwischen der zügigen Ausstattung mit Schutzausrüstung und der begrenzten Zahl an Infektionen, war diese Aktion jeden Aufwand wert.

In allen Corona-Krisenstäben von der Bundes- bis zur lokalen Ebene hat der bpa die Interessen der Einrichtungen vor Ort vertreten, auf die Verabschiedung des Schutzschirmes hingewirkt und an seiner Ausgestaltung mitgearbeitet. Daneben haben wir uns erfolgreich für Prämien in der Altenpflege eingesetzt.

Neben der umfassenden Betreuung, Beratung und Information der Mitgliedseinrichtungen in juristischen, ökonomischen und gesundheitspolitischen Fragen brauchen die Unternehmen einen starken Verband, der ihre Interessen in die politischen Entscheidungsprozesse einfließen lässt, Strömungen aufnimmt und öffentlich thematisiert. So spüren wir eine teils kritische Haltung in der Politik, obwohl private Träger als wichtiger Teil der Daseinsvorsorge einen großen Teil der pflegerischen Grundversorgung  leisten und gegenüber anderen Trägern den höchsten Zuwachs an Beschäftigten haben. „