Veränderungsradar und Löschungen Januar 2018

Veränderungen

Die monatliche Datenkontrolle ambulanter und stationärer Einrichtungen zeigt auch im Januar starke Marktbewegungen. Hierzu zählt vor allem der Zuwachs an Patientenversorgungen durch ambulante Einrichtungen, aber auch der Zuwachs von 118 Pflegebetten im stationären Sektor.

Im ambulanten Sektor wurde eine Steigerung von 3.666 Mehrversorgungen gezählt

Im ambulanten Bereich gab es im Januar insgesamt 633 Veränderungseinträge in Bezug auf die versorgten Patienten. 377 Einrichtungen konnten einen Nettozugang an Kunden verzeichnen. Insgesamt konnten 6 Pflegedienste aufgelistet werden, die ein Wachstum von über 100 Patienten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen. Das Patientenwachstum muss zudem im Einklang mit der Mitarbeiterakquise stehen und stellt somit eine herausragende Leistung dar.

Kundenabwanderungen hatten im Vergleich 256 Pflegedienste zu verzeichnen. Sehr starke Verluste wurden bei 5 Trägern gemessen, welche im Messzeitraum über 100 Patienten verloren haben. Hierzu zählen mehrheitlich einzelne private und gemeinnützige Träger, die über Teile erhebliche Patientenstämme verfügten und diese nicht halten konnten.

Die meisten Veränderungseinträge von ambulanten Pflegediensten gab es in Bayern und NRW.

Veränderungen ambulant im Januar 2018

Im Januar konnte eine Steigerung in der Bettenkapazität beobachtet werden

Im Januar konnten hinsichtlich der Bettenkapazität Veränderungen in 109 stationären Einrichtungen verzeichnet werden. Der Nettozugang gesamt an Betten maß 118 mehr Pflegeplätze bundesweit. In 73 Pflegeheimen konnte ein Zuwachs an Betten im Vergleich zu 36 Einrichtungen mit Bettenrückgang beobachtet werden. Einrichtungen mit dem größten Bettenzuwachs von mehr als 10 Plätzen sind vor allem in Hessen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein zu finden.

Die Preise sind besonders für den EEE gestiegen

Der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) steigt bei rund 800 ausgewerteten Pflegeheimkosten im Durchschnitt um 85 Euro (im Median um 78) pro Monat. Dieser deutliche Anstieg von 16 Prozent lässt auf eine Vielzahl an Nachverhandlungen im Zuge der Umstellungen durch das PSGII schließen. Der Investitionskostenanteil steigt um 2,9 Prozent von 383 Euro auf 395 Euro pro Monat. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung stiegen deutlich von 665 auf 685 Euro und somit um 3,1 Prozent.

Veränderungen stationär im Januar 2018

Löschungen

Im Januar konnten bundesweit insgesamt 111 Löschungen registriert werden. Etwa die Hälfte davon (56) entfiel auf den ambulanten Bereich, während weitere 11 Tagespflegeeinrichtungen und 44 Pflegeheime geschlossen wurden.

Beurteilt man nach der Größe und Kapazität der Einrichtungen, fällt auf, dass eher kleinere Einrichtungen aus dem Markt austreten. Die gelöschten ambulanten Pflegedienste versorgten durchschnittlich nur 55 Patienten, während die Zahl der stationären Pflegeplätze der ausgetretenen Unternehmen durchschnittlich bei nur 37 Plätzen liegt.

Löschungsradar Januar 2018

Regional gesehen wurden die meisten Einrichtungen in Niedersachsen (43) und in NRW (14) gelöscht.


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