Römergarten übernommen: Domidep steigt in Deutschen Pflegemarkt ein

Laut Pressemeldungen hatDomidep, einer der größten privaten Betreiber von Altenpflegeheimen in Frankreich und Europa, die Römergarten Residenzen GmbH und der Römergarten Senioren-Residenzen Ba-Wü GmbH übernommen.  Die Domidep gehört dabei selbst seit 2019 zum US-Infrastrukturbeteiligungsgesellschaft I Squared Capital aus Miami, welche somit erstmalig in den deutschen Pflegemarkt investieren.

Das Römergarten-Portfolio soll, so die Börsen-Zeitung, nach Abschluss des Deals als Tochtergesellschaft unter dem Holding-Dach der französischen Domidep eingegliedert werden.

„Wir wollen in den nächsten Jahren mehrere hundert Millionen Euro in die Altenpflege in Deutschland investieren – teils durch Zukäufe und teils durch den Ausbau des bestehenden Unternehmens“, sagte Mohamed El Gazzar, Partner von I Squared Capital in London, gegenüber der Börsen-Zeitung.

Römergarten Standorte und Betten

An den 15 übernommenen Standorten von Römergarten werden knapp 1.400 vollstationäre Pflegebetten und mehr als 120 Wohneinheiten im betreuten Wohnen angeboten. Das Portfolio zeigt sich dabei als sehr modern – das durchschnittliche Baujahr der Pflegeheime liegt mit 2001 weit über dem allgemeinen Bundesschnitt. Die Immobilien für Pflegeheime in Deutschland sind durchschnittlich etwa 40 Jahre alt. Die moderne Ausstattung der Römergarten-Häuser schlägt sich auch auf die Einzelzimmer-Quote nieder, welche mit 94 Prozent weit über der durchschnittlichen Einzelzimmerquote von 79 Prozent auf dem Gesamtmarkt liegt.

Römergarten Portfolio Analyse

Die Übernahme der Römergarten bildet damit die größte Übernahme diesen Jahres im Bereich der Betreiber für vollstationäre Pflegeheime. Erst mit weitem Abstand folgte die Übernahme der Novita durch die ERLBAU Deggendorf GmbH & Co. KG Anfang des Jahres, sowie die Übernahme der Qualivita AG durch Korian. Insgesamt stellt die Übernahme der Römergarten-Betten somit rund 17 Prozent aller in diesem Jahr in Betreiber-Übernahmen eingeschlossene vollstationäre Pflegeplätze und ist somit mit Abstand der größte Deal des Jahres.

Der Betreiber Domidep, unter dessen Dach die Römergarten demnächst agieren soll, wächst damit um fast 20 Prozent im Vergleich zu seinen bisher veröffentlichten Platzzahlen von 7.000. Nach diesem starken Wachstumsjahr steigt der Betreiber zu den Top 25 Pflegeheimbetreiber in Europa auf uns belegt dort den 15 Platz. (mehr dazu in der Jahresendausgabe unseres Magazins „Am Puls der Pflege“).

Römergarten größter Deal des Jahres

Für Domidep ist die Übernahme von Römergarten der nächste Schritt in der Internationalisierungsstrategie der Gruppe und der erste Einstieg in den hoch attraktiven deutschen Markt für Altenpflegedienstleistungen.

Adil Rahmathulla, geschäftsführender Gesellschafter von I Squared Capital: „Als etablierter, langfristiger Investor mit der strategischen Ambition, eine europäische Gesundheitsfürsorgeplattform von europäischem Ausmaß aufzubauen, freut sich I Squared Capital darauf, das Wachstum wichtiger Anbieter von Gesundheits- und Sozialdienstleistungen zu unterstützen. Unsere bestehende Investition in Domidep bedeutet, dass wir gut positioniert sind, um mit dem erfahrenen Managementteam von Römergarten zusammenzuarbeiten, um das Geschäft auszubauen und gleichzeitig die besten Praktiken und hohen Standards der Versorgung der Bewohner zu gewährleisten“.

Rämergarten Domidep wächst

Pascal Guérin, CEO von Domidep: „Römergarten hat eine ausgezeichnete Erfolgsbilanz bei der Bereitstellung qualitativ hochwertiger Pflege für seine Bewohner in Deutschland. Wir sind der Meinung, dass wir mit Römergarten die ideale Plattform gefunden haben, auf der wir durch die Entwicklung neuer Einrichtungen, die Bereitstellung von Best-Practice-Pflegeleistungen und die weitere Konsolidierung innerhalb des Sektors ein groß angelegtes Altenpflegegeschäft in Deutschland aufbauen können. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um dem Alantra-Team für die ausgezeichnete Beratung und enge Begleitung in allen Facetten während dieser Transaktion zu danken“.

(Quelle: Alantra, Börzen-Zeitung)