Das SWS Sophienhaus ist insolvent. Durch das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg wurde bereits am 20. April die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen des Unternehmens angeordnet. Dies geht aus einer Meldung der Frankfurter Rundschau vom 22. Juni hervor.
Rechtsanwalt Florian Linkert von der Anwaltskanzlei BBL Brockdorff wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb wird laut BBL Brockdorff vorerst nahtlos fortgeführt, um die Versorgung der Bewohner uneingeschränkt sicherzustellen. In vier Einrichtungen des Betreibers für Betreutes Wohnen werden rund 550 Bewohner durch etwa 50 Mitarbeiter versorgt.
Das Gehalt der Mitarbeitenden ist darüber hinaus durch das Insolvenzgeld über einen Zeitraum von 3 Monaten gesichert. Die Pflegeeinrichtungen befinden sich in Hamburg, Ahrensburg und Berlin. Trotz der positiven Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sanierung ist die langfristige Planung mit den 3 Standorten noch ungewiss.
Die SWS Sophienhaus Wohnbetreuungs- und Servicegesellschaft mbH gehört der AGAPLESION gemeinnützige AG an. Der Pflegeheimbetreiber mit Firmensitz in Frankfurt, Hessen verfügt über ein Pflegekontingent von unter anderem 53 Pflegeheimen mit insgesamt 3.806 Plätzen, 24 betreuten Wohnanlagen mit insgesamt 1.628 Plätzen sowie 9 Tagespflegeeinrichtungen mit einer Gesamtkapazität von 131 Plätzen. Zudem belegt AGAPLESION im Ranking der Top 30 Pflegeheimbetreiber 2026 den 23. Platz.

