Deutsche Wohnen akquiriert 4.700 Pflegeplätze

Die Deutsche Wohnen beendet das erste Halbjahr 2018 und gibt auf ihrer Webseite einen Konzerngewinn von EUR 652,7 Mio. (H1 2017: EUR 672,0 Mio.) an. Dabei sollen sich insbesondere die Aufwertung des Portfolios, das höhere Ergebnis aus der Wohnungsbewirtschaftung und das verbesserte Finanzergebnis positiv auf das Gesamtergebnis ausgewirkt haben.

Der FFO I (Funds from Operations, operatives Ergebnis nach laufenden Zinsen und Steuern) hat sich, laut Mitteilung, im Vorjahresvergleich um 13 % auf EUR 248,5 Mio. erhöht (H1 2017: EUR 220,8 Mio.). Je Aktie stieg der FFO I um 11 % auf EUR 0,70. Der EPRA NAV erhöhte sich um 5 % auf EUR 37,42 je Aktie (31. Dezember 2017: EUR 35,74 je Aktie). Der Verschuldungsgrad des Konzerns (Loan-to-Value Ratio) reduzierte sich durch die Aufwertungen auf 33,8 % (31. Dezember 2017: 34,5 %).

Katharinenhof stark ausgelastet

Das Portfolio der Deutsche Wohnen umfasste zum 30. Juni 2018 rund 164.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit einem Fair Value von rund EUR 19,7 Mrd. (ohne Pflege und Betreutes Wohnen). Bis zum 30. Juni 2018 wurden 501 Einheiten mit Nutzen- und Lastenwechsel verkauft und sind somit in das Verkaufsergebnis in Höhe von EUR 9,0 Mio. eingeflossen (Vorjahr: EUR 20,5 Mio.). Die Bruttomargen bewegen sich mit 30 % weiterhin auf einem hohen Niveau. Im Privatisierungsgeschäft konnten trotz der deutlichen Portfolioaufwertungen der Vorjahre attraktive Bruttomargen von 40 % erwirtschaftet werden.

Die Deutsche Wohnen erhöht besonders ihr Portfolio im Segment Pflege und Betreutes Wohnen.

Der Ergebnisbeitrag aus dem Segment Pflege und Betreutes Wohnen betrug im ersten Halbjahr 2018 EUR 23,8 Mio. (Vorjahr: EUR 24,7 Mio.). Die Auslastung der Pflegeeinrichtungen der KATHARINENHOF®, an der die Deutsche Wohnen mit 49 % beteiligt ist, befindet sich mit 99 % seit Jahren auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau.

Das bereinigte EBITDA ohne Verkaufsergebnis hat sich auf EUR 317,7 Mio. (Vorjahr: EUR 290,7 Mio.) verbessert.

Deutlicher Wertzuwachs des Portfolios der Deutsche Wohnen

Die Deutsche Wohnen profitiert weiterhin von ihrer fokussierten Portfoliostrategie und der starken Nachfrage nach Wohnimmobilien in Metropolregionen. Dies schlägt sich in einer deutlichen Aufwertung des Bestands von rund EUR 678 Mio. nieder. Die Immobilienbestände sind demzufolge mit dem 25,2-Fachen der annualisierten Nettokaltmiete von EUR 783 Mio. bzw. einer Bruttorendite von rund 4,0 % bewertet. Das entspricht einem Wert von EUR 1.961 pro m² für das Gesamtportfolio und EUR 2.186 pro m² für den Immobilienbestand im Großraum Berlin.

Akquisition von 30 Pflegeeinrichtungen mit rund 4.700 Pflegeplätzen

Die Deutsche Wohnen hat Vereinbarungen über den Erwerb von 30 Pflegeimmobilien mit rund 4.700 Pflegeplätzen unterzeichnet. Knapp 90 % der akquirierten Immobilien befinden sich in Metropolregionen, ein Großteil davon in Hamburg (13 Einrichtungen). Für die Bewirtschaftung der Hamburger Einrichtungen wurde zunächst eine Minderheitsbeteiligung mit der Pflegen & Wohnen Hamburg GmbH eingegangen. Die anderen 17 Einrichtungen sind langfristig an namhafte Betreiber verpachtet. Der Nutzen- und Lastenwechsel steht unter marktüblichen Vollzugsbedingungen und wird für das vierte Quartal erwartet. (pflegemarkt.com berichtete über den Anteilskauf)

Die kaufvertraglichen Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt rund EUR 680 Mio. Dies entspricht einer Rendite bezogen auf das erwartete EBITDA nach vollzogener Integration von rund 5 %.

Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen SE: „Durch die geplanten Akquisitionen von Pflegeeinrichtungen mit überdurchschnittlichen Qualitäten und Lagen setzen wir unsere Wachstumsstrategie im Geschäftssegment Pflege und Betreutes Wohnen konsequent fort. Mit über 12.000 Pflegeplätzen werden wir als einer der größten Eigentümer von Pflegeimmobilien in Deutschland von den positiven Makrotrends im Pflegemarkt stark profitieren.“

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2018 bekräftigt die Deutsche Wohnen ihre Prognose für den FFO I von rund EUR 470 Mio.

(Quelle: Deutsche Wohnen)