Ihr Überblick über geschlossene und insolvente Pflegedienste, Pflegeheime und Tagespflegen
Steigende gesetzliche Anforderungen, steigende Kosten, fehlende Nachfolgeregelungen, zunehmende Insolvenzmeldungen – gerade in der aktuellen Marktsituation gibt es viele Gründe, warum Pflegeeinrichtungen schließen müssen – trotz eines allgemein hohen und weiter steigenden Pflegebedarfs in der Bevölkerung. In dieser Übersicht erhalten Sie jederzeit einen genauen Überblick über die aktuellen und bisher geschlossenen Pflegestandorte im Jahr 2026.
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Inhaltsverzeichnis
Hinweis: Die Informationen zu den geschlossenen Standorten stammen aus unserer Pflegedatenbank, die monatlich auf Basis der offiziellen Daten der Krankenkassen aktualisiert wird. Erlischt die IK-Nummer eines Standortes, der bisher in unserer Pflegedatenbank geführt wurde, prüfen wir manuell, ob es sich um eine Schließung oder eine Übernahme handelt. Wichtig ist, dass eine Schließung in diesem Kontext nicht mit einer Insolvenz gleichgesetzt wird. Eine Schließung kann unterschiedliche Ursachen haben, eine Insolvent kann eine Ursache sein.
Monatliche Übersicht der Schließungen in der Pflege 2026
Wie viele Pflegestandorte wurden 2026 bereits geschlossen?
Damit sind der Pflegelandschaft in Deutschland bisher 327 vollstationäre Plätze verloren gegangen. Zudem versorgten die geschlossenen Pflegedienste insgesamt 5.823 Patienten. Die betroffenen Tagespflegen stellten 419 Plätze zur Verfügung.
Besonderheiten im Januar
Im Januar waren 6 Pflegeheime mit insgesamt 252 Plätzen, 70 Pflegedienste mit einer Gesamtzahl von 4.481 Patienten sowie 21 Tagespflege-Standorte mit insgesamt 269 Plätzen von Schließungen betroffen.
Die Pflegeheime betreffend, befand sich eines davon in privater Trägerschaft. Die 5 weiteren geschlossenen Pflegeheime, gehörten den Gemeinnützigen an, darunter 2 Pflegeheime des Deutschen Roten Kreuzes e. V.
Im Bereich der ambulanten Pflege befanden sich 56 Pflegedienste in privater Hand, was 80 Prozent sämtlicher Schließungen in der ambulanten Pflege entspricht. Des Weiteren waren 13 Pflegedienste unter den Gemeinnützigen sowie ein Pflegedienst unter den kommunalen Trägern von Schließungen betroffen. Ein regionaler Fokus liegt in diesem Sektor auf Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 20 Schließungen, gefolgt von Bayern mit 9 Schließungen.
Der Sektor der Tagespflege wurde 14 Schließungen unter privaten Trägern vollzogen, darunter eine Tagespflegeeinrichtung der Argentum Holding GmbH in Höchenschwand, Baden-Württemberg. Außerdem wurden 7 Schließungen unter gemeinnützigen Trägern vollzogen, darunter ein Tagespflege-Standort des Deutscher Caritasverband e. V. in Saarbrücken.
Besonderheiten im Februar
Im Februar waren 2 Pflegeheime mit insgesamt 75 Plätzen, 25 Pflegedienste mit insgesamt 1.342 Plätzen und 14 Tagespflegeeinrichtungen mit einer Gesamtkapazität von 125 Plätzen von Schließungen betroffen.
Die Pflegeheime betreffend, befanden sich beide Einrichtungen (in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen) in privater Trägerschaft.
Im Bereich der Pflegedienste befanden sich 21 in privater Hand, was 84 Prozent aller geschlossenen ambulanten Pflegedienste im Februar entspricht. Des Weiteren gehörten 4 weitere Pflegedienste zu den Gemeinnützigen. Ein regionaler Fokus lag in diesem Monat auf Nordrhein-Westfalen mit 5 Schließungen, dahinter folgen die Bundesländer Baden-Württemberg sowie Bayern mit jeweils 4 Schließungen.
Im Tagespflege-Sektor wurden 8 Schließungen unter privaten Trägerschaften vollzogen, darunter ein Tagespflegestandort der in Teublitz ansässigen Sozialteam – Senioren- und Pflegeeinrichtungen GmbH. Außerdem gehörten 6 geschlossene Tagespflegeeinrichtungen den Gemeinnützigen an.
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