Analyse ambulanter Pflegedienste nach Kosten der Leistungskomplexe bundesweit

Die Versorgungsverträge, die auf Landesebene zwischen den Leistungserbringern und den Pflegekassen geschlossen werden, weichen teils stark von der Bundesempfehlung ab und Tätigkeiten, die zu einem Leistungskomplex zusammengefasst sind, variieren vom einen zum anderen Bundesland.  Ein Vergleich der Kosten ambulanter Pflegedienste über die Ländergrenze hinaus gestaltet sich folglich schwierig. Die Redaktion der pm pflegemarkt.com GmbH hat sich diesem Problem angenommen und die Leistungskataloge von 11.524 der rund 13.700 (1)  bei pflegedatenbank.com gelisteten ambulanten Pflegedienste analysiert.

Als Referenzdienstleistung dient die bundesweit als Leistungskomplex 7 empfohlene Große Morgen-/Abendtoilette III. Dieser Leistungskomplex umfasst neben dem Transfer vom und zum Bett, dem Aus- und Ankleiden und der Ganzkörperwaschung auch die Mundpflege und das Kämmen und Rasieren und ist mit einem Punktwert von 450 angegeben.

Am günstigsten bieten dieses Dienstleistungspaket die ambulanten Pflegedienste in Brandenburg an. Durchschnittlich liegen die Kosten der 669 analysierten Pflegedienste hier bei 15,07 Euro. Teurer wird das gleiche Paket für Patienten in Baden Württemberg. Wird die Dienstleistung hier von einer Pflegefachkraft ausgeführt fallen Kosten in Höhe von durchschnittlich 24,25 Euro an. Allerdings besteht im Südwesten der Republik auch die Option, die Dienste einer weniger gut ausgebildeten Pflegekraft, beispielsweise des Zivildienstleistenden, in Anspruch zu nehmen und so die Kosten zu reduzieren.

Den größten Handlungsspielraum beim Buchen entsprechender Dienstleistungspakete haben die Kunden ambulanter Pflegedienste in Bayern. Anders als in den übrigen Bundesländern gibt es die Möglichkeit, einzelne Tätigkeiten flexibel zu kombinieren. Bei der Auswahl jeglicher zum Leistungskomplex 7 gehörenden Tätigkeiten zahlen Kunden ambulanter Pflegedienste in Bayern im Schnitt 23,03 Euro, etwas höher liegt der Preis im Saarland. Im Schnitt verlangen die 115 analysierten Pflegedienste hier 23,08 Euro.

Im Bundesdurchschnitt der gut 11.500 analysierten Preislisten fallen für das Dienstleistungspaket der großen Morgen-/Abendtoilette Kosten in Höhe von 20,23 Euro an. Ähnlich wie bei den Investitionskosten der stationären Pflegeeinrichtungen zeigt auch diese Analyse eine deutliche Differenz zwischen den alten und neuen Bundesländern.

Hintergrundinformationen zu den Angeboten ambulanter Pflegedienste und deren Kosten

Die pflegerischen Dienstleistungen, die ambulante Pflegedienste für ihre Kunden erbringen, werden mit den Pflegekassen abgerechnet. Hierfür schließen die Landesverbände der Pflegekassen Rahmen- und Versorgungsverträge mit den Leistungserbringern, die eine Vergütung der Dienstleistungen der ambulanten Pflegedienste regeln. Die Höhe der Vergütungen für ambulante Pflegeleistungen richtet sich nach dem zwischen den Kostenträgern und Leistungserbringern geschlossenen Vergütungsvertrag. Die jeweiligen Tätigkeiten ambulanter Dienste sind in Leistungskomplexe zusammengefasst, die einer bundesweiten Empfehlung der Spitzenverbände der Pflegekassen folgen sollten und mit einem Punktwert angegeben sind. Die tatsächliche Vergütung der Leistung ergibt sich aus dem Produkt dieses Punktwertes mit dem individuell zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Faktors.

Die Preislisten der Pflegedienste im Bundesland Hessen lagen bei Redaktionsschluss nicht vor und wurden nicht berücksichtigt.

(1) www.pflegedatenbank.com, abgerufen am 30.07.2014


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