Sie möchten wissen, wie sich die stationäre Pflege in einem spezifischen Bundesland entwickelt? Mit unseren Kurzanalysen für die stationäre Pflege auf Bundeslandebene erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die stationäre Versorgungssituation. Die Analyse auf Bundeslandebene beinhaltet Angaben zur Bevölkerungsstruktur, zum Versorgungsmix, zur Historischen Entwicklung, zu den Top 5 Pflegeheimbetreibern und zum Einrichtungseigener Eigenanteil. Wir haben für Sie die spannendsten Entwicklungen pro Bundesland zusammengetragen.
In Baden-Württemberg sind im Zeitraum von 2018 bis Ende 2024 insgesamt 186 stationäre Pflegeeinrichtungen neu eröffnet worden, im Gegenzug sind 122 stationäre Pflegeeinrichtungen geschlossen worden. Das nominale Wachstum beträgt im Auswertungszeitraum ein Plus von 64 Pflegeheimstandorten oder ein Wachstum von 3 Prozent.
In Bayern werden derzeit etwa 19% der Pflegebedürftigen professionell in der vollstationären Pflege versorgt. Der Anteil der durch vollstationäre Pflegeeinrichtungen versorgte Pflegebedürftige steigt bis 2050 leicht auf 21% an. Somit ergibt sich nominal eine Steigerung der Nachfrage in der stationären Pflege um ca. 74.000 zusätzliche Versorgungen, dies entspricht einem Wachstum von insgesamt 67%.
In Berlin ist die DOMICIL Senioren-Residenzen Hamburg SE ist der führende Anbieter in der stationären Pflege. Sie haben 16 Standorte und bieten 2.660 Pflegeplätze an. Auffällig ist, dass sich die Top 5 Pflegeheimbetreiber in Berlin bis auf einen Betreiber in privater Hand befinden.
In Brandenburg hat sich der EEE von 2018 bis ins Jahr 2024 stetig erhöht. In diesem Zeitraum sind die Kosten des einrichtungseinheitlichen Eigenanteils um 127% gestiegen. Der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) bezeichnet den Anteil an den Pflegekosten in Pflegeheimen, der über die Leistungsbeträge der Pflegekassen hinausgeht und daher von den Bewohnern einer Pflegeeinrichtung selbst bezahlt werden muss.
Während im Zeitraum von Ende 2017 bis Ende 24 die Zahl der Standorte stationärer Pflegeheime in Bremen um 4 Prozent abgenommen hat, hat im gleichen Zeitraum die Zahl der vorhandenen Pflegeplätze sogar um 6% abgenommen. Die Anzahl der stationären Pflegeeinrichtungen sind im Auswertungszeitraum rückläufig, genauso wie die Anzahl an vorhandenen Pflegeplätzen. In der Zukunft werden für Bremen weitere Einrichtungen benötigt, um die den steigenden Bedarf zu decken.
Die Freie und Hansestadt Hamburg, als kommunaler Träger, ist der führende Anbieter in der stationären Pflege in Hamburg. Sie haben 13 Standorte und halten 2.399 Pflegeplätze. Zu Beginn des Jahres hat die Stadt Hamburg die 13 Standorte der Pflegen & Wohnen Hamburg von Vonovia zurückgekauft.
In Hessen wurden von 2018 bis Ende 2024 insgesamt 55 stationäre Pflegeeinrichtungen neu eröffnet. Geschlossen wurden im gleichen Zeitraum hingegen 43 stationäre Pflegeeinrichtungen. Das nominale Wachstum beträgt im Auswertungszeitraum somit ein Plus von 12 Pflegeheimstandorten oder ein Wachstum von 0,01 Prozent.
In Mecklenburg-Vorpommern werden aktuell etwa 17% der Pflegebedürftigen professionell in der vollstationären Pflege versorgt. Der Anteil der durch vollstationäre Pflegeeinrichtungen versorgte Pflegebedürftige steigt bis 2050 leicht auf 18% an. Somit ergibt sich nominal eine Steigerung der Nachfrage in der stationären Pflege um ca. 10.250 zusätzliche Versorgungen, dies entspricht einem Wachstum von insgesamt 54% bis 2050.
Versorgungsmix Mecklenburg-Vorpommern
Während im Zeitraum von Ende 2017 bis Ende 2024 die Zahl der Standorte stationärer Pflegeheime in Niedersachsen um 1 Prozent abgenommen hat, ist im gleichen Zeitraum die Zahl der vorhandenen Pflegeplätze um 4 Prozent gestiegen. Dies lässt darauf schließen, dass die neuen Standorte mehr Pflegeplätze vorweisen, als die alten geschlossenen Pflegeheime.
In Nordrhein-Westfalen hat von Ende 2017 bis Ende2024 die Zahl der Standorte stationärer Pflegeheime um 3 Prozent zugenommen. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der vorhandenen Pflegeplätze um 4% gestiegen. Die stationären Pflegeeinrichtungen sind im Auswertungszeitraum leicht gewachsen und auch die vorhandenen Pflegeplätze sind etwas gewachsen.
In Rheinland Pfalz hat im Zeitraum von Ende 2017 bis Ende 2024 die Zahl der Standorte stationärer Pflegeheime um 1 Prozent zugenommen. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der vorhandenen Pflegeplätze um 9% gestiegen. Die stationären Pflegeeinrichtungen sind im Auswertungszeitraum kaum gewachsen. Im Vergleich zu der Entwicklung der Pflegeheimstandorte, ist die Entwicklung der Platzzahlen deutlich gewachsen. Dies lässt darauf schließen, dass es viele Ersatzbauten gab, wo nun mehr Pflegeplätze vorgehalten werden können.
Im Saarland hat sich der EEE von 2018 bis ins Jahr 2024 stetig erhöht. In diesem Zeitraum sind die Kosten des einrichtungseinheitlichen Eigenanteils um 59,5% gestiegen.
Sachsen hat von Ende 2017 bis Ende 2024 die Zahl der Standorte stationärer Pflegeheime um 3 Prozent zugenommen. Im gleichen Zeitraum die Zahl der vorhandenen Pflegeplätze um sogar 13% gestiegen. Die Anzahl der stationären Pflegeeinrichtungen sind im Auswertungszeitraum leicht gewachsen. Überproportional zu der Standortentwicklung sind die vorhandenen Pflegeplätze gewachsen. Dies lässt darauf schließen, dass die neu entstandenen Standorte mehr Pflegeplätze vorweisen können.
In Sachsen-Anhalt hat sich der EEE von 2018 bis ins Jahr 2024 stetig erhöht. In diesem Zeitraum sind die Kosten des einrichtungseinheitlichen Eigenanteils um 222% gestiegen. Der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) bezeichnet den Anteil an den Pflegekosten in Pflegeheimen, der über die Leistungsbeträge der Pflegekassen hinausgeht und daher von den Bewohnern einer Pflegeeinrichtung selbst bezahlt werden muss.
Im Zeitraum von 2018 bis Ende 2024 wurden in Schleswig-Holstein insgesamt 28 stationäre Pflegeeinrichtungen neu eröffnet. Im gleichen Zeitraum wurden 65 stationäre Pflegeeinrichtungen geschlossen. Der nominale Rückgang beträgt im Auswertungszeitraum ein Minus von 37 Pflegeheimstandorten oder ein Rückgang von 6 Prozent.
Der AWO Landesverband Thüringen e.V. ist der führende Anbieter in der stationären Pflege in Thüringen. Sie haben 41 Standorte und halten 2.917 Pflegeplätze vor. Auffällig ist, dass der größte Pflegeheimbetreiber AWO Landesverband Thüringen e.V. durchschnittlich 71 Pflegeplätze pro Standort hat und die Azurit-Hansa Gruppe durchschnittlich 113 Pflegeplätze pro Standort.

















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